Tempo 30 am Freischütz: Wie lange bleibt das Tempolimit auf der B 236?

dzAusbau B 236

Jeden Morgen das gleiche. Trotz weniger Verkehr in den Sommerferien quälen sich die Pendler über die B236 am Freischütz in Schwerte mit Tempo 30. Warum das so ist und warum das so bleibt.

Schwerte

, 06.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von den grünen Markierungen auf der Fahrbahn sind nur noch wenige erkennbar. Dafür sieht man Schleifspuren auf der Fahrbahndecke der B 236 in der Nähe des Freischütz. Sie zeugen vom Versuch, den Straßenbelag zu glätten. Mit grüner Farbe hatten die Bautrupps jene Stellen auf der Fahrbahn markiert, wo sich der Asphalt besonders verschoben oder zu Wellen aufgetürmt hatte.

Die Fahrbahn über den Feischütz ist bereits seit einigen Jahren eher eine Buckelpiste. Die Hitze dieses Sommers tat ihr übriges. Große Bodenwellen haben sich vor allem dort gebildet, wo der Schwerlastverkehr seine Räder in den Straßenrand gräbt.

Nach der Reparatur traten Schäden direkt wieder auf

Straßen.NRW wollte die Straßendecke so abfräsen, dass zumindest die gröbsten Buckel verschwinden. Das hatte Sprecher Peter Beiske Anfang Juni verkündet. Die Schilder stehen immer noch, obwohl die Bautrupps längst im Einsatz waren. Am Montag bestätigte ein Sprecher von Straßen.NRW: „Wir haben die Straßendecke gefräst, die Verdrückungen sind aber sofort wieder aufgetreten.“ Deshalb werden die Tempo-30-Schilder wohl noch eine ganze Weile dort stehen bleiben.

Am Mittwoch gebe es noch einmal ein Treffen mit den am Ausbau der B236 beteiligten Unternehmen und Behörden. Daran nehmen auch Vertreter von Straßen.NRW teil. „Wir werden dann entscheiden, ob es sich noch lohnt, vor dem Ausbau der Straße eine Notreparatur zu machen.“

Ausbau der B236-Trasse beginnt am südlichen Ende

Die B 236 soll ab November 2019 vom Tunnel in Dortmund-Berghofen bis zur Autobahn ausgebaut werden. Die Baumaßnahme, die sich ohnehin immer wieder verzögert hat, beginnt zudem mit dem Ausbau des Autobahnanschlusses, also am anderen Ende der Trasse. Laut dem Bauplan der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, kurz Deges, die für das Land die Straße bauen soll, beginnt der Ausbau der Trasse über den Freischütz nicht vor Sommer 2020. Allerdings müssen die Autofahrer bereits ab November mit Einschränkungen rechnen, weil dann die Autobahnzufahrt gesperrt wird.

Ob die Tempo-30-Schilder am Freischütz noch mal verschwinden werden, lässt die Deges offen. Das sei Sache des Landesbetriebs. Beim Treffen am Mittwoch wolle man vor allem die Umleitungen für den Ausbau im November festzurren, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage.

Am Mittwoch sollen die Umleitungen endgültig festgelegt werden

Über die Umleitungen während der Sperrungen der Autobahnzufahrten war es schon in der Vergangenheit zu heftigen Diskussionen gekommen. Vor allem, weil die Kommunalpolitiker gern während der Umbauphase die Bergstraße für den Durchgangsverkehr aus Dortmund sperren würden, die Deges das aber nicht für notwendig hält.

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