Tafel-Kunden in neuer Nachbarschaft

SCHWERTE Die Tafel zieht mitten in die Altstadt. Nach vielem Hin und Her endlich an einen festen Platz. „An einen einladenden und guten Platz“, sagt Pfarrer Fritz-Günter Held.

von von Hilke Schwidder

, 09.07.2008, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ostenstraße 17.

Ostenstraße 17.

Ostenstraße 17: Das Haus befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Gaststätte „Denkmal“. Inhaberin Anette Rottkamp schildert auf Anfrage der Ruhr Nachrichten: „Ich kann nichts Negatives über diese Entwicklung sagen.“ Es sei gut, dass Leben in das Gebäude komme. „Und es ist gut, dass es eine Einrichtung wie die Schwerter Tafel gibt.“ Mehr könne sie aber noch nicht sagen, berichtet die Geschäftsfrau. „Ich lasse diese neue Situation auf mich zukommen.“Pfarrer Held ist überzeugt: Der Standort ist richtigFritz-Günter Held ist von dem neuen Standort überzeugt. Und er sieht auch einer guten Nachbarschaft zuversichtlich entgegen. „Wir wissen aus dem Umfeld des Martin-Luther-Hauses, dass die Nachbarn zunächst zurückhaltend reagieren“, berichtet der Pfarrer. „Viele Anwohner fragen sich einfach, wie sie persönlich von der neuen Lage betroffen sein werden.“ Sobald sich aber herausstelle, dass die Tafel-Kunden „Leute wie du und ich“ sind, lege sich die Skepsis schnell.Fritz-Günter Held wertet den Standort an der Ostenstraße als ein gutes Zeichen für die soziale Stadt Schwerte. Der Platz im Zentrum habe Symbolkraft."Die Tafel gehört ins Herz der Stadt" Es sei immer klar gewesen, dass die Tafel so dicht wie möglich ins Herz der Stadt und nah zu den Bürgern gehöre. „Denn alles, was wir nicht vor Augen haben, gerät uns auch schnell aus dem Blick“, betont der Pfarrer. Durch die neue Entwicklung spürten die betroffenen Menschen: „Wir werden nicht allein gelassen.“ Die Fälle, in denen Menschen in die Armutsfalle geraten, nähmen schließlich zu. „Ältere wie jüngere Menschen sind massiv betroffen“, betont der Pfarrer „Und es ist gut, dass es auch in unserer Stadt Menschen mit Persönlichkeit gibt, die sich gegen Armut engagieren.“

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