Erdbeeren sind lecker. Und am besten schmecken sie, wenn sie noch sonnenwarm vom Feld kommen. © Martina Niehaus
Erdbeerzeit

Süße Früchtchen zum Selberpflücken: Manche Erdbeerfelder sind schon bereit

Mit Verspätung durch Mutter Natur startet in diesem Jahr die Saison zum Erdbeeren-Pflücken erst im Juni. Wir verraten, wo man sie jetzt bekommt und wie teuer sie sind.

Wenn der Mai sich dem Ende neigt, steigt die Vorfreude auf die kleinen süßen Früchtchen: Viele warten schon gespannt auf den Start der Erdbeersaison. Besonders viel Spaß macht es, die Erdbeeren auf dem Feld selbst zu pflücken und dabei die ein oder andere direkt zu vernaschen.

Selberpflücker mussten sich jedoch in diesem Jahr noch etwas gedulden: Denn die rotbäckigen Früchte ließen sich etwas mehr Zeit als in den vergangenen zwei Jahren. „Die Erdbeeren werden in diesem Jahr bis zu zwei Wochen später reif“, sagt Knut Schulze Neuhoff. Sein Erdbeerfeld in Garenfeld war entsprechend Ende Mai noch nicht offen für die Selbsternte.

Natur hat schnell aufgeholt

„Die Natur hat aber auf der Überholspur schnell wieder aufgeholt, sodass wir jetzt in die Saison starten konnten“, erklärt Knut Schulze Neuhoff. Auf dem Feld am Treibweg kann jetzt täglich von 9 bis 19 Uhr geerntet werden. Ein Kilogramm zum Selberpflücken kostet 4,50 Euro – Naschen auf dem Feld ist erlaubt.

Jetzt muss nur noch der Kuchen gebacken werden.
Jetzt muss nur noch der Kuchen gebacken werden. © Martina Niehaus © Martina Niehaus

Durch die zu kalten Vormonate April und Mai seien die Erdbeeren trotz allem gut durchgekommen, so Knut Schulze Neuhoff. „Die Verluste halten sich bei uns in Grenzen. Ein paar Früchte hatten Scheuerspuren vom Vlies, mit dem wir die Pflanzen vor Frost beschützt haben, aber an der gewachsenen Frucht sieht man das nicht mehr.“

Insgesamt haben die Pflanzen den Winter gut überstanden: „Wir sind sehr zufrieden und froh, jetzt endlich anfangen zu können. Der späte Beginn ist doch sehr ungewohnt.“

Noch im Endspurt

Das Erdbeerfeld von Rudolf Stöver am Krinkelweg in Holzen hingegen ist noch im Endspurt: „Es war ein zu kalter April, wir hatten in mancher Nacht noch Frost und gerade mal zwei Grad. Eine Woche wird es sicher noch dauern“, schätzt Rudolf Stöver.

Während man auf manchen Feldern, wie hier in Holzen, noch auf das Erdbeerenpflücken warten muss, geht es an anderen Orten schon los.
Während man auf manchen Feldern, wie hier in Holzen, noch auf das Erdbeerenpflücken warten muss, geht es an anderen Orten schon los. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Damit sind die Früchtchen beinahe einen Monat in Verzug. „Wir leben nun einmal mit der Natur und müssen uns danach richten.“ Mit Rudolf Stövers Erdbeerpflanzen meinte es der April nicht allzu gut. Etwa zehn Prozent der Pflanzen wurden bei den Nachtfrösten beschädigt und sind verloren.

Die süßen Früchte brauchen noch jede Menge Wasser – und Sonne.
Die süßen Früchte brauchen noch jede Menge Wasser – und Sonne. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Mit dem aktuell guten warmen Wetter ist Rudolf Stöver jedoch zuversichtlich, dass es bald losgehen kann. „Wir bekommen schon regelmäßig Nachfragen, wann es denn endlich losgeht. Ein bisschen brauchen wir noch.“ Schätzungsweise ab dem 15. Juni kann es dann auch auf dem Feld am Krinkelweg losgehen mit der süßen Ernte.

zubereitung

Rezept: Erdbeermarmelade


Erdbeermarmelade selbst zu kochen ist ganz einfach, und das ganze Haus duftet danach.

  • 1 Kilo Erdbeeren, 2-3 EL Zitronensaft, 500 Gramm Gelierzucker (immer im Verhältnis 2:1). Evtl. Vanilleschote
  • Erdbeeren waschen, putzen und kleinschneiden und in einem großen Topf erhitzen.
  • Sobald Saft austritt, zuerst den Zitrnensaft und anschließend den Gelierzucker unterrühren. Das Ganze ca fünf Minuten kochen lassen. Die Vanilleschote kann nach Belieben kurze Zeit mit untergerührt werden, sollte dann wieder herausgenommen werden.
  • Die Erdbeeren mit einem Stab pürieren, anschließend das Ganze noch heiß in Weckgläser abfüllen. Die Gläser umdrehen, damit ein Vakuum entsteht. (Vorher sollte man sie natürlich zuschrauben…)

Guten Appetit!

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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