Sterbehilfe: "Menschenleben viel zu hoher Preis"

SCHWERTE Sterbehilfe wurde zuletzt von einem Tabuthema zum Gegenstand öffentlicher Diskussion. Dr. Ludger Wolfgart, Vorsitzender der Hospiz Initiative Schwerte, nimmt Stellung zu den jüngsten Entwicklungen.

von von Felix Guth

, 03.07.2008, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Man kann die Begriffe Sterbehilfe und Hospiz nicht in einem Atemzug nennen. Denn die Aufgabe von Hospizen ist es, für ein menschenwürdiges Leben bis zum letzten Atemzug zu sorgen. Das hat nichts mit aktiver Sterbehilfe zu tun. Im Übrigen ist ein Menschenleben wie das der Rentnerin aus Würzburg ein viel zu hoher Preis für diese Diskussion.

Ich bezweifle, dass sich alles mit Gesetzen regeln lässt. Beim Thema Tod ist etwas Demut gefragt. Zur Diskussion über Patienverfügung fällt mir ein Beispiel aus Schwerte ein: Eine alte Dame hatte verfügt, dass sie nicht künstlich ernährt werden möchte. Als sie einen Schlaganfall erlitt, wurde sie aus dem Krankenhaus in ein Hospiz gebracht. Durch die Pflege dort hat sie aber wieder gelernt, selbstständig zu essen. Dies zeigt, dass sich das Lebensende nicht bis zum Letzten selbst bestimmen lässt.

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