Staus: A1 zwischen Unna und Schwerte „besonders auffällig“

dzVerkehr in Schwerte

Schwerte gehört zu den Staumetropolen Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien des Landesbetriebs Straßen NRW und des ADAC. Besserung ist nicht in Sicht.

von Heiko Mühlbauer und Julia Dolinsky

Schwerte

, 15.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der ADAC wertete in seiner Staubilanz die Autobahnen der Republik aus und bewertete, wo es sich 2019 staute. Nordrhein-Westfalen belegt im bundesweiten Stauvergleich den Spitzenplatz – was kaum verwundert. Viele Autobahnen bedeuten eben auch viele Staukilometer.

12.800 Stunden Stau auf der A1 zwischen Köln und Dortmund

Die meisten Staus, nämlich 15.940, wurden von der A40 zwischen Essen und Dortmund gemeldet. Am längsten, nämlich rund 12.800 Stunden, standen Autofahrer 2019 aber auf der A1 zwischen Köln und Dortmund im Stau. Besonders auffällig sei der Autobahnabschnitt zwischen dem Kreuz Dortmund/Unna und der Anschlussstelle Schwerte gewesen, heißt es in der ADAC-Staubilanz.

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Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte bereits Ende vergangenen Jahres seine Stauprognosen für 2020 veröffentlicht. Dabei wurden aber nicht nur die Autobahnen, sondern auch die innenstädtischen Straßen betrachtet, sofern sie in Trägerschaft von Bund und Land sind. Kein Wunder, dass Schwerte da ähnlich schlecht abschneidet. Mit der Sanierung der maroden Autobahnbrücken ringsum war Schwerte gleich dreimal in der Top-Ten der schlimmsten Staustrecken in Nordrhein-Westfalen vertreten.

Starke Pendlerströme

Nehmen die Staus auf den Hauptverkehrswegen zu? Der ADAC sagt ja. Seit Jahren steige das Verkehrsaufkommen – bei einem nahezu unveränderten Autobahnnetz. „Die hohen Pendlerzahlen, der enorme Transitverkehr, die Liefer- und Güterverkehrsströme und die zahlreichen Baustellen, auch zum Neubau maroder Brücken, führen häufig zu Staus und Behinderungen auf den Autobahnen in Westfalen“, erklärt der ADAC Westfalen.

Des Weiteren seien im Ruhrgebiet die Autobahnen, zusätzlich zum Fernverkehr, auch durch den starken Regional- und Nahverkehr ausgelastet, wie auf der A40 zwischen Dortmund und Bochum.

Es wird mehr gebaut

Die Anzahl der gemeldeten Baustellen ist im letzten Jahr bundesweit um 20 Prozent gestiegen, in NRW gab es sogar 22 Prozent mehr Baustellen. Die Kfz-Fahrleistung auf den Autobahnen ist 2019 bundesweit um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das betont auch der Landesbetrieb: Die meisten Staus seien durch Baustellen begründet. Die sollen dafür sorgen, dass der Verkehr künftig besser fließt.

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2021 kommt noch das Westhofener Kreuz hinzu

Das Problem wird Schwerte auch über das Jahr 2020 hinaus begleiten. Dann wird es sich vermutlich sogar noch verschlimmern. Denn ab 2021 soll das Westhofener Kreuz aufwendig umgebaut werden.

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