Stadtwerke Schwerte warnen vor Drückerkolonnen

Drückerkolonnen

Mit Falschaussagen zur Vertragsschließung: Die Schwerter Stadtwerke warnen vor dreisten Methoden von Mitarbeitern der Telekom, die Kunden zu neuen Telefon- und Internet-Verträgen drängen.

Schwerte

von Jannah Heiming

, 31.07.2020, 17:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Elementmedia, das Tochterunternehmen der Stadtwerke warnt derzeit vor Drückerkolonnen in Schwerte.

Elementmedia, das Tochterunternehmen der Stadtwerke warnt derzeit vor Drückerkolonnen in Schwerte. © Björn Althoff

Momentan sind Haustürverkäufer im Auftrag der deutschen Telekom unterwegs, vor denen Sie sich laut der Stadtwerke in Acht nehmen sollten: Mit falschen Aussagen versuchten sich die Verkäufer Zutritt zur Wohnung zu erhalten, um dann die Kunden zu einem neuen Telefon- und Internet-Vertrag zu überreden.

Besonders aktiv seien diese Haustürverkäufer derzeit in Schwerte-Gänsewinkel und Schwerte-Ost.

In Schwerte Ost hatten die Mitarbeiter der Telekom behauptet, sie wollten die Leitungen prüfen, weil der Internetanschluss nicht richtig funktioniere. Andernfalls gaben sie an, die Telekom habe das Glasfasernetz der Elementmedia übernommen und betreibe dieses nun. Anschließend soll der Kunde etwas unterschreiben oder wird angestiftet, einen neuen Vertrag zu schließen.

Verkäufer machen Falschaussagen, um Kunden zur Vertragsschließung zu drängen

Dabei sei an den Aussagen der Verkäufer nichts dran, so der Geschäftsführer der Elementmedia in Schwerte, Oliver Weist: „Die Aussage des von der Deutschen Telekom beauftragten Mitarbeiters entspricht nicht der Wahrheit. Sofern Sie Ihren Internetanschluss nicht bei der Telekom beauftragt haben sollten Sie auch keinen Mitarbeiter der Telekom zur Prüfung des Anschlusses in die Wohnung lassen.“

Auch die Aussage „dass die Telekom das Glasfasernetz der Elementmedia übernommen hat“ sei selbstverständlich falsch, so Oliver Weist.

In Schwerte biete nur die Elementmedia einen echten Glasfaser-Hausanschluss an. Die Deutsche Telekom nutze nach wie vor auf der sogenannten letzten Meile zum Kunden alte Kupferleitungen, mit den bekannten Nachteilen beim Internetzugang.

Die Elementmedia arbeite außerdem nicht mit der Telekom zusammen.

Tipps, um sich gegen die Haustürverkäufer zu schützen

Damit Sie nicht Opfer solcher Haustürverkäufer werden, gibt es Tipps: Ohne vorherige Anmeldung sollten Sie niemanden in Ihre Wohnung lassen. Wenn Sie jemand zu einer sofortigen Unterschrift drängen möchte, sollten Sie misstrauisch werden. Ein solches Vorgehen ist nicht nur unseriös, sondern verboten.

Wenn Sie trotzdem voreilig einen Vertrag unterschrieben haben, haben Sie bis zu 14 Tage nach dem Haustürgeschäft die Möglichkeit, dem Vertrag zu widersprechen.

Ein Widerruf sollte dann schriftlich an das Unternehmen geschickt werden. Wenn Sie Hilfe brauchen, um einen Widerruf zu erstellen, können Sie sich bei den Mitarbeitern der Elementmedia melden.

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