Der Schützenhof und das FAB-Gelände stehen zum Verkauf. Allerdings nicht die Halle von Schützen und Taubenzüchtern, die sich hinter dem Vereinsheim des VfL links der Spielfläche befinden. © Oskar_Neubauer
Ausschreibung beendet

Stadt sucht Investoren für Schützenhof und Wandhofen – Geld alleine zählt nicht

Die Stadt Schwerte sucht einen Investor für Schützenhof und Wandhofen. Geld alleine soll nicht ausreichen, um den Zuschlag zu bekommen. Die Ausschreibung ist beendet, es gibt Angebote.

58.575 Quadratmeter Fläche für Wohnungsbau will die Stadt an den Investor bringen. Im April begann die Ausschreibung für das vermutlich größte städtebauliche Projekt der vergangenen Jahre in Schwerte.

Der Sportplatz am Schützenhof, das Gelände des ehemaligen Allwetterbades und der Sportplatz in Wandhofen sollen im Paket an einen Investor gehen.

Im Juli lief die Ausschreibungsfrist aus. Jetzt wertet man bei der Stadt aus. Sieben Angebote gingen bei der Bauverwaltung ein. Inwieweit alle dem Forderungskatalog der Stadt entsprechen, wird derzeit geprüft.

Ob man es schafft, die Pläne bis zur Ratssitzung am 15. September soweit zu bearbeiten, dass man einen Ratsentschluss herbeiführen kann, sei noch nicht raus, so Stadtsprecher Ingo Rous. Vielleicht käme das Thema Schützenhof auch erst in der darauffolgenden Ratssitzung auf die Tagesordnung.

Liste mit 32 Punkten entscheidet über Vergabe

Die Stadt hatte nämlich nicht das höchste Gebot zum Maß aller Dinge gemacht, sondern eine Liste mit 32 Punkten erarbeitet, nach der man entscheiden will, wer den Zuschlag erhält. Die wiederum sind nach ihrer Wichtigkeit sortiert.

Da stehen die städtebaulich Prägnanz und die Berücksichtigung des Kommunalen Handlungskonzepts Wohnen ganz oben, die lokale Biodiversität eher unten. „Kein Bieter werde wohl die gesamte Wunschliste umsetzen können“, schätzte David Weber, Leiter des Amtes für Städtebau und Liegenschaften, bei der Vorstellung der Ausschreibung.

Ein Mindestpreis für die beiden Grundstücke ist aber auch festgelegt. Sechs Millionen Euro will die Stadt für die beiden Grundstücke haben. Und auch hier hofft man auf ein bisschen Luft nach oben. Denn das finanzielle Angebot wird mit 30 Prozent bei der Vergabeentscheidung berücksichtigt.

2023 sollen Vereine Sportplätze räumen

Wie schnell es nach einer Entscheidung mit den Bauplänen weitergehen soll, lässt das Exposé erkennen: „Voraussichtlich bis zur Mitte oder dem Ende des Jahres 2023 werden der TuS Wandhofen und der VfL Schwerte noch ihre vorhandenen Sportanlagen nutzen und anschließend in das künftige Sportzentrum im Wandhofener Bruch umziehen“, heißt es dort. Est danach kann der Investor hier tätig werden.

Komplizierter ist die Situation im Bereich der Gebäude der Taubenzüchter und Schützen. Denn die Reisevereinigung Schwerte und der Schießsportclub haben Erbbaurecht auf dem Gelände. Das läuft auch erst in den Jahren 2084 und 2086 aus. Wenn der Käufer hier vor Ablauf dieser Zeit bauen wolle, müsse er sich mit den Erbbauberechtigten einigen, so die Stadt.

GWG hätte auf FAB-Gelände 200 Wohnungen untergebracht

Anfang 2018 hatte die Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte für einen Teil des Geländes, den Bereich des ehemaligen Allwetterbades, bereits Pläne für Wohnungsbau vorgelegt. 200 Wohnungen wollte man alleine auf diesem 23.140 Quadratmeter großen Teilgrundstück bauen.

Auf der gesamten Fläche könnten demnach mindestens doppelt so viele Wohneinheiten untergebracht werden. Damals lehnten CDU und Grüne die Pläne im Rat ab.

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Heiko Mühlbauer

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