Sparda-Bank schließt Filiale in Schwerte: Was Kunden jetzt wissen müssen

dzFiliale schließt

Die Filiale der Sparda-Bank in Schwerte wird schon im kommenden Jahr geschlossen – und sie ist damit nicht die einzige. Für die Kunden bedeutet das eine Umstellung.

Schwerte

, 06.11.2019, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Selbstbedienungsbereich der Schwerter Sparda-Bank ist gut besucht. Wer den Geldautomaten oder den Kontoauszugdrucker nutzen möchte, muss anstehen. Persönlich bedient wird hier heute niemand. Die Filiale an der Rathausstraße ist wegen einer Betriebsversammlung geschlossen.

43 von 82 Filialen werden geschlossen

Die Mitarbeiter der Sparda-Bank West wurden heute über die geplanten Sparmaßnahmen des Unternehmens informiert. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen 43 der 82 Filialen geschlossen oder mit anderen zusammengelegt werden.

Bereits am 26. Juni 2020 soll die Filiale in Schwerte schließen. Die aus der "Eisenbahn-Spar- und Darlehnskasse" hervorgegangene Bank in Schwerte stellt damit nach knapp 25 Jahren das Geschäft wieder ein. Ob der Selbstbedienungsbereich erhalten bleibt, ist noch unklar.

Zukunft der Mitarbeiter offen

Was mit den vier Beschäftigten der Bank passiert, ist unklar. Unternehmenssprecherin Barbara Carvalho sagt auf Anfrage: „Zu den personellen Veränderungen im Zusammenhang mit der strukturellen Neuausrichtung können wir uns aktuell noch nicht äußern. Fest steht: Die Sparda-Bank West plant, möglichst von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen. Ein Stellenabbau wird sozialverträglich gestaltet.“ Heißt konkret: Sollte ein Mitarbeiter nicht in anderen Filialen der Bank unterkommen, muss damit rechnen entlassen zu werden.

Sparda-Bank schließt Filiale in Schwerte: Was Kunden jetzt wissen müssen

Am Mittwoch blieb die Filiale der Bank wegen einer Betriebsversammlung geschlossen. © Dennis Görlich

Als Begründung der Filialschließung nennt das Unternehmen die immer geringere Nutzung der Filialen, da viele Kunden ihre Transaktionen mittlerweile per Online-Banking erledigen. Zudem hat die Bank laut WDR aber mit spekulativen Investitionen auch Verluste in Millionenhöhe erzielt.

Die Kunden, die ihre Bankgeschäfte nicht im Internet oder per Telefon erledigen wollen, müssen ab Sommer 2020 dann eventuell in die Nachbarstädte ausweichen.

Filialen in Hagen und Dortmund

Wer Überweisungen noch auf analogem Weg tätigen möchte oder eine persönliche Beratung wünscht, der kommt künftig vermutlich nicht um einen Besuch der Sparda-Filialen in Hagen oder Dortmund herum. In Hagen wird eine der zwei Filialen geschlossen, in Dortmund bleiben die Standorte bestehen.

Kostenlose Bargeldabhebungen sind ebenfalls künftig nur noch außerhalb von Schwerte möglich, wenn der SB-Bereich nicht erhalten bleibt. Eine Ausnahme gibt es trotzdem.

Bargeld per App

Auch wenn den Schwerter Kunden ab Juni 2020 kein Geldautomat zur Verfügung stehen sollte, besteht die Möglichkeit Bargeld „abzuheben“ – zumindest für Smartphone-Besitzer. Mit einer App der Bank ist es möglich, bei verschiedenen Supermärkten und Drogerien auch ohne Einkauf Bargeld ausgezahlt zu bekommen. Eine Einzahlung auf das Konto ist so ebenfalls möglich, allerdings gegen Gebühr.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt