Die Corona-Pandemie in Schwerte in Grafiken dargestellt: von der Bevölkerungsstatistik bis zum Inzidenzwert. © Heiko Mühlbauer
Covid-19

So stellt sich die Corona-Pandemie in Schwerte in Grafiken dar

Wie viele Menschen in Schwerte infizierten sich wann mit Corona? Wie alt sind die Toten, sterben mehr Männer oder mehr Frauen? Sechs zum Teil interaktive Grafiken erklären die Pandemie in Schwerte.

Die Corona-Pandemie hat uns bislang nicht nur menschlich viel abverlangt, sie hat uns auch wissenschaftliche Methoden und statistische Erhebungen näher gebracht. In der Redaktion haben wir die Zahlen des Kreises, aber auch die der Landeszentrale Gesundheit und die von IT NRW (Information und Technik Nordrhein-Westfalen) zusammengetragen. Aus den Statistiken kann man einiges ablesen, allerdings erklären sie nicht alles.

Der Verlauf der Pandemie in Schwerte

Relativ einfach ist die erste Erhebung. Hier haben wir mit Beginn der Pandemie im Kreis Unna die Zahlen der Genesenen und der Infizierten und ab April auch die der Todesfälle aufgelistet. Die Daten stammen vom Kreis Unna, eingetragen wurden sie jeweils an den Tagen, an denen sie gemeldet wurde. Dadurch ergibt sich an einigen Wochenenden ein minimales Abflachen der Kurve, und bei den Todesfällen ist nicht das Sterbedatum, sondern der Meldetag aufgeführt.

Die Neuinfektionen und der Inzidenzwert

Die Kurve der Neuinfektionen hat nicht nur im Sommer, als es immer wieder Tage komplett ohne Neuinfektionen in Schwerte gab, große Lücken. Über die Feiertage zu Weihnachten und Neujahr wurden die Daten etwa nachgemeldet. Deshalb sind die Zahlen zwischen dem 24. und dem 28. Dezember auf Basis der im Nachhinein gemeldeten Infektionen errechnet.

Der Inzidenzwert für Schwerte ist eine Zahl, die wir selbst berechnet haben (bezogen auf die Bevölkerungszahl). Die Behörden berechnen den Wert nur auf Kreisebene, denn diese Zahl ist maßgeblich. Im Herbst gab es zwischen den Kreis- und den Werten für Schwerte erhebliche Differenzen, weil die ersten großen Corona-Ausbrüche der zweiten Welle in Lünen und Bergkamen waren.

Todesfälle nach Altersgruppen

Hier stammt die Datenbasis vom Landesgesundheitszentrum. Auch hier gibt es immer wieder einen gewissen Meldeverzug. Auch wenn der Kreis neue Todesfälle gemeldet hat, tauchen die nicht unmittelbar in der Statistik auf. Dennoch sind diese Zahlen vom Landesgesundheitszentrum maßgeblich. Denn auch der Inzidenzwert für den Kreis Unna wird hier offiziell berechnet.

Todesfälle nach Alter und Geschlecht

Auch hier gibt es nur Zahlen für den gesamten Kreis Unna, die das Landesgesundheitszentrum meldet. Die Zahlen entsprechen mit wenigen Ausnahmen übrigens dem Landestrend. Die meisten Todesopfer stammen aus der Altersgruppe über 80, die bei den Infektionen eher einen hinteren Rang belegt. Hier liegen die Baby-Boomer und die 20- bis 29-Jährigen vorne.

Altersstruktur in Schwerte und im Kreis

Diese beiden Tabellen sind mit Zahlen von IT NRW gefüttert. Das ehemalige Statistische Landesamt veröffentlicht seine Zahlen mit größerem zeitlichen Verzug. So stammen die aktuellsten Daten, die dem sogenannten Kommunalprofil entnommen sind, von Ende 2019. Auch die Altersgruppen über 70 Jahre werden hier nicht erfasst. Dennoch kann man die Werte den Infektions- und Todeszahlen gegenüber stellen, um eine Relation zu bekommen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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