Siedler Eichendorffstraße: "Unser Zuhause"

ERGSTE Warme Mittagssonne scheint auf Milbachs Gartentisch. Ein Schmetterling flattert Richtung Blumenbeet. Und in der Ferne startet ein Auto. Ansonsten ist es ruhig. Einige Nachbarn sitzen in beschaulicher Runde zusammen. Plaudern und genießen das Sommerwetter. Sie alle gehören zur Siedlergemeinschaft Eichendorffstraße.

von von Hilke Schwidder

, 01.07.2008, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Heiner Wandt züchtet in seinem Gewächshaus Gurken und Tomaten. Hier verbringt der Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft seine Freizeit besonders gern.

Heiner Wandt züchtet in seinem Gewächshaus Gurken und Tomaten. Hier verbringt der Vorsitzenden der Siedlergemeinschaft seine Freizeit besonders gern.

Vor 50 Jahren sind Margret und Werner Milbach an die Eichendorffstraße gezogen. Sie haben selbst gebaut. Ebenso wie ihre Nachbarn. „Mit wenig Geld und viel Mut sind wir hergekommen.“ Die Ergsterin lacht herzlich und nickt den anderen am Gartentisch zu. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, sie habe diesen Schritt nie bereut. Die Erinnerungen machen ihr offensichtlich Spaß. Begeistert spaziert sie durch die Vergangenheit. „Am Anfang stand das Unkraut auf unserem Grundstück so hoch.“ Margret Milbach kennzeichnet eine Markierungslinie in Hüfthöhe. Und der Wind habe über die unbebauten Grundstücke gepfiffen. „Die Zeit ist so schnell vergangen. Ich würde sie gern wieder zurückdrehen.“ Zu den Nikolausfeiern. Und zu den Wandertagen, „bei denen wir alle mit dem Kinderwagen losgelaufen sind“. Margret Milbach hebt die Schultern. Die Kinder sind aus dem Haus. Geblieben ist die gute Nachbarschaft, der feste Zusammenhalt.

„Das schafft wirklich Lebensqualität“, stellt Nachbarin Rosel Schulte fest. Die Siedler feiern jedes Jahr zusammen Weihnachten. Die Frauen treffen sich zu ihrem Nähkränzchen, bei dem sie nicht immer nähen, aber immer Kaffeetrinken und viel Freude haben. Und Heiner Wandt, der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, organisiert regelmäßig die gemeinsame Heizöl-Bestellung. Er hebt ein kleines Notizbuch in die Höhe. „Ich bin grade wieder dabei.“

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