Hinter der durch Blaulichtgewitter markierten Unfallstelle bildete sich auf der A1 in Richtung Bremen ein drei Kilometer langer Rückstau. Manche Autofahrer stiegen sogar aus ihren Fahrzeugen. © Reinhard Schmitz
Schwerer Verkehrsunfall

Siebenköpfige Familie und Seniorin bei Unfall auf Autobahn A1 verletzt

Im Konvoi brausten drei Rettungswagen hintereinander mit Blaulicht in Richtung Krankenhaus in die Stadt. Ein schwerer Verkehrsunfall legte Sonntagnachmittag den Verkehr auf der A1 lahm.

Das Blaulichtgewitter in der Ferne ließ Passanten auf der Autobahnbrücke Ostberger Straße stehen bleiben. Kurz vor der Raststätte Lichtendorf-Süd hatte sich am Sonntagnachmittag auf der in diesem Abschnitt nahezu schnurgeraden Autobahn A1 ein schwerer Unfall ereignet. Unablässig hörte man die Martinshörner der Feuerwehrfahrzeuge, die über die Schwerterheide zum Einsatzort brausten. Auch ein gelber Rettungshubschrauber ging dort mit lautem Geknatter nieder.

82-jährige Mitsubishi-Fahrerin kam von der Fahrbahn ab

Gegen 15.45 Uhr – so berichtet die für die Autobahnpolizei zuständige Pressestelle der Polizei Dortmund – hatte sich der Verkehrsunfall auf der Richtungsfahrbahn nach Bremen ereignet. Aus bislang ungeklärter Ursache sei eine 82-jährige aus Warendorf, die mit ihrem Mitsubishi Space Star auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dort prallte das Auto gegen die Leitplanke, wurde zurückgeschleudert und stieß schließlich auf der mittleren Spur mit einem VW Touran zusammen, in dem eine siebenköpfige Familie aus Hildesheim saß. Dieses Fahrzeug wurde dadurch gegen die Mittelleitplanke gelenkt.

Mit Blaulicht eilen drei Rettungswagen hintereinander über die Autobahnbrücke Ostberger Straße in Richtung Krankenhäuser.
Mit Blaulicht eilen drei Rettungswagen hintereinander über die Autobahnbrücke Ostberger Straße in Richtung Krankenhäuser. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Die Seniorin aus dem Mitsubishi wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Es stellte sich heraus, dass sie glücklicherweise nur leichte Verletzungen davongetragen hatte. Der 40-jährige Fahrer des VW wurde zur Kontrolle ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht – genauso wie alle Mitinsassen seines Wagens im Alter von 36, 16, zweimal 14, 12 und 9 Jahren. Im Konvoi brausten schließlich drei Rettungwagen hintereinander mit Blaulicht über die Autobahnbrücke in Richtung Stadt davon.

Autobahn Richtung Bremen war fast eine Stunde komplett gesperrt

Die Autobahn musste in Fahrrichtung Bremen fast eine Stunden lang komplett gesperrt werden. Dabei bildete sich rund drei Kilometer langer Rückstau. Manche Autofahrer stiegen währenddessen sogar aus ihren Wagen, um sich die Beine zu vertreten. Sie hatten eine schulbuchmäßige Rettungsgasse gebildet, durch die schließlich von der Auffahrt Schwerte aus zwei gelbe Fahrzeuge eines Abschleppdienstes anrücken konnten. Mit grell aufleuchtenden Scheinwerfern und tiefem, lauten Gehupe bahnten sich die schweren Wagen ihren Weg in Richtung Unfallstelle. Dort konnte die Polizei gegen 16.35 Uhr zumindest schon einmal den rechten Fahrstreifen wieder freigeben, um den Verkehr an den Unfallwracks vorbeileiten zu könnten.

Schulbuchmäßig hatten die Autofahrer im Rückstau eine Rettungsgasse, durch die schließlich zwei Abschleppwagen zur Unfallstelle gelangen konnten.
Schulbuchmäßig hatten die Autofahrer im Rückstau eine Rettungsgasse, durch die schließlich zwei Abschleppwagen zur Unfallstelle gelangen konnten. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Um 17 Uhr war dann alles so weit geräumt, dass der Autostrom wieder normal fließen konnte. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 18.000 Euro.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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