Spezialkräfte der Polizei wurden zur Festnahme des aggressiven Manns mit dem Messer angefordert. © Thomas Kienolt
Polizeieinsatz

SEK-Einsatz in Westhofen: Unabhängige dritte Behörde ermittelt in dem Fall

Was passierte am Freitag in Westhofen? Fest steht: Ein SEK-Beamter hat einen Mann mit Messer niedergeschossen. Die Ermittlungen übernimmt jetzt die Polizei aus einer anderen Stadt.

Ein Mann fuchtelt mit einem Messer rum, läuft erst auf Polizisten zu, dann wieder weg, entkommt auf die Straße. Am Ende fallen Schüsse. Bei einem SEK-Einsatz am Freitagvormittag (19.3.) wurde ein 45-jähriger Mann schwer verletzt.

War der Einsatz gerechtfertigt? Hat man so Schlimmeres verhindert, und gab es kein andere Möglichkeit, den Mann zu stoppen? All diese Fragen müssen jetzt im Nachgang geklärt werden. Das übernimmt aber nicht die heimische Polizei.

Aufklärung übernimmt die Polizei in Recklinghausen

Den Fall habe das Polizeipräsidium Recklinghausen übernommen, bestätigt der Leiter der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna, Bernd Pentrop. Der Grund dafür: Es waren Spezialeinsatzkräfte aus Dortmund und die Polizei aus Unna im Einsatz.

In solchen Fällen wird zur Ermittlung immer eine neutrale dritten Behörde herangezogen. Im Fokus der Aufklärung stehe der Beamte, der geschossen hat. Denn schließlich wurde der Mann mit dem Messer schwer verletzt.

Mittlerweile ist noch ein zweites Augenzeugenvideo aufgetaucht, auf dem man die Geschehnisse aus einer anderen Perspektive sieht. Dort kann man sehen, wie der 45-Jährige, der mit einem langen Messer bewaffnet ist, erst auf die Polizisten hinter ihm zuläuft, dann aber in Richtung Straße flieht, während ihm SEK-Beamte folgen.

Warum hört man mehrere Schüsse?

Auf beiden Videos sind mehrere Schüsse zu hören. Die stammten allerdings nach Ansicht eines langjährigen Polizeireporters der Bild-Zeitung nicht alle aus einer scharfen Waffe. Bei den ersten Schüssen soll es sich um die Geräusche eines Tasers handeln. Denn beim Abschuss der Nadeln entsteht ebenfalls ein Schussgeräusch. Nach der Elektroschockpistole kam dann am Freitag aber auch eine scharfe Waffe zum Einsatz. Der 45-Jährige kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

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Heiko Mühlbauer

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