Schwertes Unfallbilanz: Weniger verletzte Autofahrer, aber zwei tote Fußgänger

dzUnfallstatistik

Immer weniger Unfälle: Der Straßenverkehr in Schwerte ist grundsätzlich sicherer geworden. Aber zwei tragische Einzelfälle zeigen, was die Unfallstatistik der Polizei nicht erfasst.

Schwerte

, 07.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich könnte die Polizei mit der Unfallstatistik 2019 ganz zufrieden sein. Die Zahl der Unfälle sank, und die Zahl der Verletzten ist sogar von 192 auf 164 deutlich gesunken. Insgesamt hat sich die Situation positiv verändert. Das steht auch in grün über der Unfallstatistik der Polizei.

Zum ersten Mal wieder tödliche Unfälle

Wären da nicht die zwei Toten. Zum ersten Mal seit langem gab es wieder tödliche Verkehrsunfälle auf Straßen außerhalb der Autobahn. Gleich zwei Todesopfer hatten 2019 schwere Unfälle in Schwerte gefordert, und beide Male handelte es sich um Fußgänger.

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Unter den acht Menschen, die im vergangenen Jahr im gesamten Kreis Unna bei Verkehrsunfällen zu Tode kamen, handelte es sich fünf Mal um Fußgänger. Hinzu kommen zwei Autofahrer und ein Radfahrer. Alle Fußgänger waren zwischen 77 und 87 Jahre alt, drei von ihnen wie die Frau, die in Schwerte auf dem Parkplatz des Lidlmarkts tödlich verunglückte, mit dem Rollator unterwegs.

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Trotz der beiden tödlichen Unfälle in Schwerte, gehören der Lidl-Parkplatz und die Hagener Straße, auf der am 16. November ein Fußgänger in der Dunkelheit überfahren wurde, bislang nicht zu den sogenannten Unfallhäufungsstellen. Da hat die Kreispolizeibehörde für den Bereich Schwerte nur noch zwei Stück ausgemacht.

Zwei Unfallhäufungsstellen in Schwerte

Die eine ist die Hagener Straße, Ecke Liethstraße, die andere die Bahnhofstraße an der Kreuzung zur Gasstraße. Zum dritten Quartal 2019 galt dies noch laut Kreisangaben für die Bereiche Bethunestraße (B236)/Letmather Straße (B236)/Iserlohner Straße (L676), Hörder Straße (B236)/Heidestraße/Bergstraße sowie Bethunestraße (B236)/Schützenstraße (L673)/Ostenstraße.

Wenn ein Kreuzung oder eine Bereich einer Straße als sogenannte Unfallhäufungsstelle erkannt ist, beraten alle zuständigen Stellen, wie man den Bereich entschärfen kann. An der Ruhrtalstraße hat man deshalb im Bereich der Autobahnauffahrt zum Beispiel Tempo 50 angeordnet.

Bis Februar diesen Jahres gab der Erfolg den Verkehrsexperten recht. Doch dann passierte wieder ein schwerer Unfall. Nun soll geprüft werden, ob das daran lag, dass sich ein Fahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten hat, oder ob ein schlichtes Vorfahrtsdelikt vorlag.

Vermutlich wird sich die Kommission auch mit der Hagener Straße im Bereich den tödlichen Verkehrsunfalls beschäftigen müssen. Dort hatten lokale Politiker die mangelnde Straßenbeleuchtung beklagt.

Auch die Tatsache, dass hier Tempo 70 im Bereich einer Bushaltestelle erlaubt ist, könnte diskutiert werden.

Ob der tödliche Unfall auf dem Lidl-Parkplatz am Ende zu Maßnahmen führen wird? Auch das muss die Kommission entscheiden.

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