Schwerterin betreibt Facebook-Seite für Gourmets

"In Mary's Kitchen"

Egal ob griechische Hühnersuppe, eine italienische Hühnchen-Paprika-Pfanne oder griechische Halva, Maria Roccasalva kocht für ihr Leben gerne. Ihre Leidenschaft und ihre kreativen Familienrezepte teilt die Schwerterin auf ihrer Facebookseite "In Mary's Kitchen" mit anderen.

SCHWERTE

, 27.06.2016, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die griechische Mama und der sizilianische Papa gemeinsam ein Restaurant betreiben und Oma und Tanten leidenschaftlich am Herd wetteifern, liegt das Kochen ja förmlich in den Genen. Auch wenn das solcherart vorbelastete Kind später den Beruf der Sekretärin wählt. Maria Roccasalva erinnert sich gern an eine Kindheit voller Küchendüfte, die sie heute auf einer eigenen Facebook-Seite verewigt: „In Mary‘s Kitchen“.

Roccasalva möchte Familienrezepte weitergeben

„Meine Mama ging mit der Kochschürze zum Elternsprechtag, während andere Mütter nach Parfüm dufteten.“ Bei Familie Roccasalva wurde schon immer viel und gut gekocht. Als Maria ein Kleinkind war, wurde sie zwei Jahre lang von ihrer Großmutter in Makedonien betreut. Auch dort wurde viel und gut gekocht, die Kleine schaute gern zu.

Die Familienrezepte haben es der 40-Jährigen bis heute angetan. Sie zu überliefern und der Nachwelt zu erhalten, waren der Antrieb für die vor zwei Jahren begonnene Facebook-Seite, der inzwischen 276 Personen ein „Gefällt mir“ gegönnt haben. Freunde, so berichtet Maria, hätten sie dazu überredet, weil sie so begeistert von ihren Kochkünsten und ihren Rezepten seien.

Kochen als Mittel zum Entspannen

Die alleinstehende Sekretärin kocht fast täglich. Zum Sattwerden, aber vor allem zur Entspannung. „Manchmal habe ich spät am Abend noch eine Idee, gehe in die Küche und probiere was aus.“ Weil sie das gar nicht alles selbst essen kann, haben die Kollegen sich längst an die köstlichen Mitbringsel aus der Schwerter Küche gewöhnt. „Im Büro und im Familien- und Freundeskreis finde ich stets dankbare Abnehmer.“ Schade eigentlich, dass man bei Facebook nur gucken, aber nicht probieren kann.

Ihre Leibspeise – da gewinnen dann doch mal die italienischen Gene die Oberhand – sind Nudeln aller Art. „Wenn ich in italienischen Supermärkten unterwegs bin, gerate ich am Nudelregal förmlich in einen Rausch. Das ist besser als Schuhe kaufen.“ Fertiggerichte kommen Maria Roccalsalva nicht auf den Tisch. Nudeln mit Ketchup? Unvorstellbar! „Das sollte verboten werden.“

Kein Interesse an edlen Restaurants

Wenn sie mal mit Freunden ins Restaurant geht und nicht die Eltern im „La Dolce Vita“ an der Schützenstraße besucht, darf es auch gern mal ein asiatisches Essen sein oder etwas Gutbürgerliches aus deutscher Tradition. Überkandidelte Sterneküche ist dagegen nicht ihr Ding. Die Rezepte von Jamie Oliver mag sie, aber 20 Pfund für Fish&Chips in seinem Londoner Laden? Da ist sie dann doch lieber in ein italienisches Restaurant gegangen, da weiß man auch in England in etwa, was man hat.

Wer bei Maria Roccasalva eingeladen ist, weiß das auch. Ihre Freunde kommen gern zum Essen. Während des Gesprächs bereitet sie schon eine Lasagne vor. Die hat sich eine Freundin gewünscht. Und die Sauce muss schließlich zwei Stunden leise vor sich hinköcheln, „damit sich die Aromen so richtig entfalten können“ – in Marias Küche an der Beckestraße. Vielleicht demnächst per Rezept auch „In Mary‘s Kitchen“ auf Facebook.

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