Schwerter Logopädie-Praxis kümmert sich seit 25 Jahren um Sprache und Stimme

dzPraxis-Jubiläum

Logopäden machen mehr, als Vorschulkindern das Lispeln abzugewöhnen. Seit 25 Jahren deckt die Praxis Wiggermann in Schwerte die ganze Aufgabenpalette der Sprachtherapie ab.

Schwerte

, 02.03.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 25 Jahren kümmert sich die Logopädiepraxis Wiggermann um Patienten, die Probleme mit der Sprache, dem Sprechen, der Stimme oder dem Schlucken haben. Ein Vierteljahrhundert, in dem sich das Team und die Arbeitsfelder stetig weiterentwickelt haben. Christine Wiggermann hat die Praxis damals gegründet.

Zweieinhalb Jahre später kam Annegret Lammers als Mitinhaberin dazu. Inzwischen ist mit Josephin Wiggermann schon die nächste Logopäden-Generation mit an Bord.

In der Praxis arbeiten sechs Frauen und ein Mann

Inklusive der beiden Chefinnen decken sechs Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter ein breites Spektrum der Logopädie ab. Zum Team gehören noch: Cosima Graf, Tatjana Langen, Elke Höhn und Michael Torlage.

Annegret Lammers: „Früher wurden uns überwiegend Kinder mit Lautbildungs- und Artikulationsstörungen vorgestellt. Sie waren meist im Vorschulalter. Heute arbeiten wir schon mit Kleinkindern und viel umfassenderen Störungsbildern.“

Am anderen Ende der Altersskala hat sich auch eine Menge verändert. Brigitte Wiggermanns Arbeitsschwerpunkt sind die Senioren, die zum Beispiel nach Schlaganfällen mit Sprach- und Schluckstörungen zu kämpfen haben. Dass Schluckstörungen bei vielen Schlaganfallpatienten früher zu Lungenentzündungen durch flüssige oder feste Stoffe in den Atemwegen führten, hat man lange nicht gewusst. Seit man‘s weiß, kümmern sich Logopäden um Abhilfe.

Viele Krankheitsbilder erfordern die Hilfe von Logopäden

Christine Wiggermann: „Ich mache auch viele Hausbesuche bei neurologischen Patienten.“ Auch bei demenziellen Erkrankungen und dem Verlust der sprachlichen Kompetenzen sind die Logopäden an Bord. Ebenso nach Kehlkopf-Operationen, bei Gesichtslähmungen, beim Luftröhrenschnitt oder bei Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten.

Die Praxis liegt an der Kuhstraße, in direkter Nachbarschaft zum Krankenhaus. Christine Wiggermann: „Das macht es leicht, unsere Patienten auch bei Krankenhausaufenthalten weiterhin zu betreuen.“ Die Praxis ist darüberhinaus langjähriger Partner des Marienkrankenhauses und arbeitet dort bei Bedarf konsiliarisch bei Akuterkrankungen und Notfällen.

Bürokratisierung des Gesundheitswesen hat auch die Sprachtherapie erreicht

Verändert habe sich im Laufe der Jahrzehnte auch der Anteil der Bürokratie im Alltag einer logopädischen Praxis. „Das ist deutlich mehr geworden“, sagt Christine Wiggermann. Verordnet werden muss jede logopädische Behandlung durch einen Arzt, der wiederum ein Auge auf sein Budget haben muss. Das führe manchmal durchaus dazu, berichten die Praxis-Inhaberinnen, dass es unfreiwillige Therapiepausen gebe.

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