Schwerter Jugendamt zu Notbetreuung: Kinder bitte nicht in Gruppen betreuen!

Coronavirus

Keine neuen Kontaktnetze knüpfen - das rät das städtische Jugendamt all denjenigen, die gerade ihre Kinder privat betreuen. Betreuungsgruppen würden den Sinn nicht erfüllen. Im Gegenteil.

Schwerte

22.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die meisten Kinder müssen derzeit von ihren Eltern zuhause betreut werden. Das Schwerter Jugendamt bittet: Auf keinen Fall Betreuungsgruppen bilden!

Die meisten Kinder müssen derzeit von ihren Eltern zuhause betreut werden. Das Schwerter Jugendamt bittet: Auf keinen Fall Betreuungsgruppen bilden! © picture alliance / Sebastian Kah

Eltern, deren Kinder zurzeit keinen Anspruch auf eine Betreuung in den Notgruppen einer städtischen Kindertageseinrichtung haben, sollen weder am Arbeitsplatz noch im privaten Bereich Kinderbetreuungsgruppen bilden.

Das rät das Jugendamt der Stadt Schwerte auf Grundlage eines Elternbriefs aus dem Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

Der Hintergrund: Es sollen keine neuen Kontaktnetze entstehen, weil solche die Ausbreitung des Coronavirus befeuern. „Betreuungsformen wie diese konterkarieren die Infektionsschutzmaßnahmen, die mit dem Betretungsverbot in allen Schwerter Kitas erreicht werden sollen“, erklärt Andreas Pap, Leiter des Jugendamtes der Stadt Schwerte.

„Es ist bekannt, dass viele Eltern vor Herausforderungen stehen“

Andreas Pap unterstrich, dass es ihm und der Stadt Schwerte hinreichend bekannt sei, dass „viele Eltern vor immensen Herausforderungen stehen, wenn es um die Betreuung der Kinder geht. Unserer Wahrnehmung nach bringen Eltern aber ein großes Verständnis für die Umsetzung des Erlasses zum Betretungsverbot aufbringen. Dafür möchte ich Eltern und Erziehungsberechtigten danken.“

Die Notbetreuungen in den Kitas wurde für Kinder eingerichtet, deren Eltern, Erziehungsberechtigte und Betreuungspersonen zur Gruppe unentbehrlicher Schlüsselpersonen gehören. Das sind Personen, die für die

  • Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Pflege,
  • der Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe,
  • der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz),
  • der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikation, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung),
  • der Lebensmittelversorgung und
  • der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung

dienen. In Zweifelsfällen können sich Eltern an das Jugendamt der Stadt Schwerte und an die Kita-Leitungen wenden.

Dazu gibt es zwei wichtige Änderungen: Zum einen reicht es ab sofort aus, wenn nur ein Elternteil die Voraussetzungen erfüllt. Zum anderen gibt es ab 28. März auch eine Betreuung an Wochenenden, auch in den Osterferien, mit Ausnahme der Tage von Karfreitag bis Ostermontag.

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