Schwerter Abiturientin half sechs Monate in Ghana

Nach der Schule

Helene Hülsmeyer aus Ergste hat nach dem Abitur 2016 ein halbes Jahr in Ghana gelebt. Als Freiwillige arbeitete sie für ein Projekt, das sie seitdem nicht loslässt. Auslöser war eine Frau aus Ghana, die Helene Hülsmeyers Mutter zufällig begegnet war.

ERGSTE

, 30.05.2017, 05:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwerter Abiturientin half sechs Monate in Ghana

Helene Hülsmeyer im Kreis ihrer Schützlinge bei „Teach on the beach“, wo sie drei Monate gearbeitet hat.

Als Kind glaubte die kleine Helene noch, dass es allen Menschen auf der ganzen Welt so gut gehen würde wie ihr selbst. Ihre Mutter erzählte ihr jedoch, dass in Afrika zum Beispiel jeden Tag Kinder verhungern müssen. Helene erinnert sich: „Ich war so beeindruckt, dass ich damals schon beschloss, eines Tages in Afrika zu helfen.“

Der Wunsch überdauerte die Kindheit in Schwerte, und nach dem Abitur reiste die junge Ergsterin im Juli 2016 nach Ghana. Wieder war Mutter Claudia Belemann zufällige Impulsgeberin. Helene: „Meine Mutter lernte bei einer Zugfahrt eine Frau kennen, die gerade aus Ghana kam und von dem Projekt ,Teach on the beach‘ berichtete.

Arbeit in einem Fischerort hat Helene begeistert

Ich hab im Internet nachgeschaut und war gleich begeistert. Ghana hatte ich mir schon ausgesucht, weil es als sicheres Reiseland gilt.“ Schließlich wollte sich Helene allein auf den Weg nach Afrika machen. Nach drei Monaten in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Accra – „das war nicht so prickelnd, aber ich bin viel rumgereist“ – ging es dann nach Busua an die Westküste. In dem Fischer- und Badeort mit rund 5000 Einwohnern gibt es seit einigen Jahren das Projekt „Teach on the beach“. 

Helene Hülsmeyer: „Die Kinder gehen vormittags in die Dorfschule und kommen anschließend, um Hausaufgaben zu machen und vor allem, um zu spielen. Für viele ist das die einzige Zeit zum Kindsein, denn in Ghana müssen schon die Kleinen eine Menge rund ums Haus helfen.“ Freitags gibt’s keine Hausaufgaben, der „Game-Day“ bereitet den kleinen Besuchern stets besonderes Vergnügen.

Auch im Studium für Entwicklungshilfe einsetzen

Helene Hülsmeyer hat es besonders die „News-Hour“ um 19 Uhr angetan, wenn die Kinder sich zum gemeinsamen Nachrichten-Gucken und anschließenden Gesprächen über nationale und internationale Neuigkeiten treffen. „Für mich ist das das Herzstück des Projekts, denn diese Kinder wissen und lernen so viel über die Welt, das ist echt toll.“ 

Bildung erhöht die Chancen auf ein würdiges Leben, davon ist Helene überzeugt, und dafür will sie auch nach ihrer Rückkehr aus Afrika weiterhin etwas tun. In ihrem Studium kristallisiere sich schon heraus, berichtet die junge Frau, dass Entwicklungs- und Umweltpolitik zum Lieblings- und Schwerpunktfach werden. 

Weitere Infos gibt es hier
Mehr über das Projekt „Teach on the beach“ auf 

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