Das alte Gebäude der Schule liegt direkt an der Straße. Der geplante Neubau soll im hinteren Bereich angesiedelt werden. © Reinhard Schmitz
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Schwerte plant Schulneubau für 16 Millionen Euro – so sehen die Pläne aus

Ein Neubau hinter dem bestehenden Gebäude. Für 16 Millionen Euro soll eine Schwerter Grundschule komplett neu gebaut werden. So sehen die Pläne der Stadt aus.

Das Bestandsgebäude weist eklatante Baumängel auf. Das stellt das Architektenbüro Lindner Lohse fest, dass sich mit Möglichkeiten zur Sanierung der Schule beschäftigt hatte. Auch das Gebäude der OGS weise Baumängel auf und sei für die Anforderungen in der nahen Zukunft deutlich zu klein. Es besteht also Handlungsbedarf bei der Albert-Schweitzer-Schule und nicht erst seit Kurzem.

Schon lange war klar, die Schweitzer-Schule ist sanierungsbedürftig. Ein Plan, die Schule in das ehemalige Gebäude der Realschule am Stadtpark umzusiedeln, scheiterte am Elternwillen. Die Stadt beschloss deshalb, bessere Bedingungen am traditionellen Standort der Schule an der Wittekindstraße zu schaffen.

Neubau oder Sanierung?

Deshalb galt es zu ermitteln, ob eine Sanierung des alten Gebäudes noch lohnt, oder ob man einen Neubau planen soll. Und die Antwort der Architekten auf diese Frage ist relativ eindeutig: Die Albert-Schweitzer-Schule soll komplett neu gebaut werden. Und zwar hinter dem aktuellen Schulgebäude. Damit würde zwar ein Teil des Sportplatzes des Friedrich-Bährens-Gymnasiums entfallen. Das erhielte aber im Gegenzug eine etwas kleinere, dafür aber sanierte Sportanlage. Denn auch dieser Sportplatz ist in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig.

Diese Eckpunkte haben die Architekten für den Vergleich aufgelistet:

  • Das Bestandsgebäude der Albert-Schweitzer-Schule weist eklatante Baumängel auf. Die Nutzung kann mittelfristig nur nach umfangreichster Sanierung des Bestandes gewährleistet werden.
  • Die Schule benötigt rund 1.000 qm mehr Fläche im Vergleich zum jetzigen Hauptgebäude der Albert-Schweitzer-Schule zur Erfüllung ihrer Aufgaben.
  • Das Gebäude der offenen Ganztagsschule (OGS) weist Baumängel auf und ist im Hinblick auf den zukünftigen Rechtsanspruch jedes Kindes auf einen OGS-Platz zu klein dimensioniert.
  • Der auf dem Areal befindliche, funktional zum Friedrich-Bährens-Gymnasium gehörende Aschesportplatz weist ebenfalls Mängel auf und sollte kurz- bis mittelfristig saniert werden
So soll der Neubau auf dem Schulgelände integriert werden. Der Schulhof der Albert-Schweitzer-Schule befände sich dann vor dem Gebäude. © Lindner Lohse © Lindner Lohse

Rund 16 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Die Schüler würden während der Umbauphase im alten Gebäude bleiben können, denn das bestehende Schulgebäude könne man dann nach dem Neubau abreißen. Die Offene Ganztagsschule (OGS) werde man im neuen Gebäude unterbringen können.

So fügt sich der Neubau in das Schulgelände ein. © Lindner Lohse © Lindner Lohse

Preiskalkulationen sind nicht sicher

Im Gegensatz dazu würde eine Sanierung des alten Gebäudes mit entsprechenden Anbauten ohne die Sanierung des Sportplatzes 19,6 Millionen Euro kosten, so die Kostenschätzung der Architekten. Die ist allerdings noch eher grob umrissen. „Im weiteren Projektverlauf können sich hier noch Veränderungen einstellen, die insbesondere dadurch entstehen, dass die kalkulierten Preise bei Ausschreibungen auf dem Markt nicht realisiert werden konnten“, so die Vorlage für den Rat. Denn der soll am 30. November darüber entscheiden, wie es mit der Albert-Schweitzer-Schule weiter gehen soll.

Das sagen die Schulen dazu

Die Schulleitung der Albert-Schweitzer-Schule sei mit den Neubauplänen komplett einverstanden, so die Stadtverwaltung. Mit Heiko Klanke vom Bährens-Gymnasium habe man vereinbart, zunächst den multifunktionalen Sportplatz zu bauen, bevor man mit der Gesamtbaumaßnahme beginnt. Unter dieser Vorgabe sei auch das Bährens-Gymnasium mit der Neubauvariante einverstanden.

Letztlich muss aber der Rat der Stadt darüber entscheiden, ob und wie es weitergehen soll. Der tagt am 30. November mehr oder weniger vor Ort. Denn die Sitzungen des Rates finden wegen der immer noch nicht abgeschlossenen Sanierung des Ratssaals in der Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums statt.

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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