So soll der neue Marktplatz aussehen. Die Bäume vor dem City-Center werden in den Plänen nicht berücksichtigt. © Riehl Bauermann Partner
Marktplatz

„Schwerte pflanzt“: Harsche Kritik an den neuen Plänen für den Markt

Die Bürgerinitiative „Schwerte pflanzt“ verfasst einen offenen Brief an die Politik, in dem sie Kritik am Sieger-Entwurf für den neuen Markt üben. Auch die Grünen saßen in der Planungs-Jury.

Der Schwerter Markt soll in Zukunft ein neues Gesicht bekommen. Dafür hatte die Stadt nach Gesprächen mit Bürgern und Anwohnern einen planerischen Wettbewerb veranstaltet. Mittlerweile gibt es auch schon einen Sieger-Entwurf, den eine Jury bestehend aus SPD, CDU, Grünen und fünf weiteren Experten gekürt hat.

In der kommenden Ratssitzung am 7. Oktober soll über die Vorlage zur Umgestaltung des Marktplatzes abgestimmt werden. Die Bürgerinitiative „Schwerte pflanzt“ sieht die Umgestaltungspläne aus ökologischer Sicht allerdings kritisch und verfasste einen offenen Brief an den Bürgermeister und die Ratsfraktionen.

Zwei Hauptkritikpunkte an den neuen Plänen

Im Schreiben der Bürgerinitiative „Schwerte pflanzt“ beschränken sich die Mitwirkenden auf zwei Hauptkritikpunkte der Marktplatzgestaltung. Die Initiative habe mit Befremden festgestellt, dass ihre Anregungen im Bezug auf Klimaschutz, Begrünung, Fahrradverkehr und weiteren Themenfelder nicht erwähnt worden seien. „Wenn Bürgerbeteiligung ernst genommen werden soll, müssen die Anregungen in den Entwürfen erwähnt und diskutiert werden.“, heißt es im offenen Brief der Bürgerinitiative. Die Verwaltung müsse nachträglich mindestens eine Abwägung vornehmen.

Ein weiterer Hauptkritikpunkt ist die Fällung von sechs Bäumen auf der Westseite des Marktplatzes vor dem City Center. Der Standort der Bäume unter der Betondecke sei sehr sensibel. „Schwerte pflanzt“ fordert unabhängig von der restlichen Umgestaltung des Marktplatzes, dass die Bäume bestehen bleiben. Weiterhin heißt es: „Die stadtökologischen Gründe dafür sind zwingend. Eine schattenlose und kahle Terrasse an dieser Stelle wird dem Marktplatz nicht mehr Aufenthaltsqualität geben.“

Noch nicht in Stein gemeißelt

Maximilian Ziel von den Schwerter Grünen kann die Sorgen der Bürgerinitiative verstehen. „Von den Entwürfen, die der Jury vorgestellt wurden, war der Sieger-Entwurf der Naturschonendste“, erklärt Ziel. „Kritik im Bezug auf Naturschutz haben wir schon vor dem Beschluss geäußert.“

Selbstverständlich sei auch den Grünen, die in der Jury für die Umgestaltung mitgewirkt haben, ein begrünter Marktplatz wichtig, sowohl für Schattenplätze als auch saubere Luft. Allerdings stelle der neue Plan nur einen groben Entwurf dar, über den noch diskutiert werden könne. Dazu gehöre auch die Entscheidung über die Fällung der Bäume.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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