Häuser an der B236 in Schwerte können abgerissen werden

dzB236-Ausbau

Die Deges meldet Vollzug. Man besitze jetzt die notwendigen Grundstücke für den B236-Ausbau. Die Häuser werden bald abgerissen. Das bedeutet aber für Autofahrer weitere Einschränkungen.

Schwerte, Aplerbecker Mark

, 27.08.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange hatte man verhandelt, am Donnerstag meldete die Deges Vollzug. Man habe nun Zugriff auf alle sechs Grundstücke im „Ohr“. Mit dem „Ohr“ ist die Autobahnzufahrt zur B236 gemeint. Hier müssen einige Häuser dem Ausbau der Bundesstraße weichen. Doch bis zuletzt hatte das Unternehmen noch nicht alle Grundstücke beisammen.

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Nun können die Häuser abgerissen werden. Das werde aber noch einige Zeit dauern. Rund vier Wochen auf jeden Fall, schätzt Deges-Sprecherin Simone Döll. Doch dann kommt auf die Autofahrer noch einmal eine Prüfung zu. Den für den Abriss wird die B236 gesperrt. „Das muss sein, weil wir Abstandsgrenzen einhalten müssen“, so Döll.

Einigung über Drei Linden bereits im Juni

Zuletzt hatte der Bund noch mit zwei Hauseigentümern verhandelt, dem Besitzer eines Sanitärbetriebs und dem eines Wohnhauses. Wobei nur der Sanitärbetrieb im sogenannten Ohr steht. Mit dem Eigentümer des reichlich verfallenen Rasthauses Drei Linden hatte sich die Deges bereits im Juni geeinigt. Ob es nun zu einer Einigung gekommen sei. Deges-Sprecherin Döll sagt es so: „In einem Fall steht noch ein Rechtsstreit aus, wir können aber auf die Grundstücke und mit den Arbeiten dort beginnen.“

Erste Fortschritte meldet die Deges vom Bau in der Ausfahrt. Insgesamt 172 Bohrpfähle habe man dort in den Boden gerammt. Jeder etwa 1,5 Meter dick und bis zu 13 Meter hoch. Sie sollen den Wall mit der Lärmschutzwand tragen.

Im ersten Bauabschnitt wird nämlich die Zufahrt zur A1 Richtung Köln ausgebaut. Dazu wurde die Zufahrt voraussichtlich bis Ende Oktober gesperrt. Grund für die Sperrung ist die Erweiterung des Beschleunigungsstreifens in Fahrrichtung Köln auf zwei Fahrstreifen sowie der Bau einer Stützwand in Höhe der Anschlussstelle.

Gleichzeitig arbeitet man an den beiden Kreuzungen Talweg/Am Eckey und Bergstraße Heidestraße.

Baustelle soll im Herbst nach Norden wandern

Der Bauabschnitt soll im Herbst abgeschlossen sein, dann könnte die Baustelle zur Autobahnzufahrt in Richtung Bremen weiterwandern. Die im Anschluss für ein halbes Jahr gesperrt bleibt. Grundsätzlich soll die B236 während des größten Teils der Bauzeit weiter zumindest einspurig befahrbar sein.

Am 14. April 2020 hatten die Bauarbeiten zu dem Ausbau des 1,7 Kilometer langen Streckenabschnitts vom Tunnel in Dortmund Berghofen bis zur Autobahnauffahrt in Schwerte begonnen. Der erste feierliche Spatenstich hatte allerdings bereist am 6. August 2018 stattgefunden. Damals wollte man mit der Erweiterung der Fußgängerbrücke am Freischütz beginnen. Da es aber zu einem Rechtsstreit mit der Baufirma und anschließendem Baustopp kam, wird die Brücke ebenfalls erst jetzt gebaut.

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Ob die Bauarbeiten noch im Zeitplan liegen? Da wird die Deges-Sprecherin vorsichtig. „Bislang im Großen und Ganzen ja“, sagt sie. Betont dann aber auch, dass man bei Bauprojekten dieser Größe nie Wisse und schon gar nicht in zeiten von Corona. Wenn alles so klappt wie bisher, könnte der Ausbau Mitte bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Ob man dann die Weiterführung der Trasse bis zur Ruhrbrücke im Anschluss ausbaut, ist nicht klar. Das umstrittene Projekt ist auf jeden Fall in der Planung.

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