Corona-Test für 30 Schüler und Lehrer an Albert-Schweitzer-Schule in Schwerte

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Ein bestätigter Corona-Fall an der Albert-Schweitzer-Schule. 30 Schüler und fünf Lehrer mussten am Montagvormittag zum Corona-Test. Nicht alle Kontaktpersonen sind in Quarantäne.

Schwerte

, 09.11.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit seinem mobilen Corona-Testzentrum rückte das Gesundheitsamt des Kreises Unna am Montagvormittag (9.11.) in der Albert-Schweitzer-Schule an. Getestet wurden insgesamt 30 Schüler und fünf Lehrer. Auslöser war ein positiver Corona-Test bei einem Schüler.

Begonnen hatte alles bereits am Montag (2.11.), berichtet Schulleiter Dirk Schnitzler. Da hatte man erfahren, dass der Vater des Kindes positiv getestet wurde. Das Kind ging daraufhin in Quarantäne und wurde selbst getestet.

Erst am Freitag (6.11.) um 12.30 Uhr lag das Ergebnis vor, auch das Kind hatte sich infiziert. Erst als der Fall bestätigt war, wurde die Schule informiert und schickte alle Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse in Quarantäne.

Mobiles Testteam rückte an

Gleichzeitig rückte am Montag (9.11.) das Testteam an, um Schüler zu testen. Neben den Schülern aus der betroffenen Klasse waren auch Kinder aus der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) zum Test geladen. „Das Kind hatte die Frühbetreuung genutzt“, erklärt Schnitzler.

Das Problem: Während die Kinder laut Corona-Anweisung nur noch in ihren eigenen Klassen unterrichtet werden, kommen sie in der Ganztagsbetreuung dann doch wieder zusammen. „Wir führen da aber Anwesenheitslisten“, erklärt der Schulleiter.

Deshalb habe man auch die Kontaktpersonen relativ genau begrenzen können. Insgesamt kam man so auf 30 Kinder und fünf Lehrer, die zum Test mussten. Auch Schnitzler selbst war darunter, obwohl er und seine Kollegen erst am Freitag ihren routinemäßigen Corona-Test absolviert hatten.

Eltern sollten Kinder zum Test begleiten

„Wir haben die Eltern gebeten, ihre Kinder beim Test zu begleiten“, so der Schulleiter. Schließlich stehen die Drittklässler dort plötzlich Menschen im Schutzanzug gegenüber. Und auch die Prozedur wird von manchen als sehr unangenehm empfunden.

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Auf dem Schulhof gab es eine kleine Einführung für die Kinder, dann ging es in Reih und Glied zum Test. Alle Kinder waren in Begleitung, und die Tests funktionierten nach Auskunft der Schule reibungslos.

Am Weg zum Schulhof-Eingang der Albert-Schweitzer-Schule mahnt eine Tafel an die Einhaltung der Corona-Regeln.

Am Weg zum Schulhof-Eingang der Albert-Schweitzer-Schule mahnt eine Tafel an die Einhaltung der Corona-Regeln. © Reinhard Schmitz

Während die Kinder nun alle mindestens bis Freitag (13.11.) in Quarantäne sind, gehen die getesteten Lehrer laut Corona-Anweisungen weiter zu Schule. Bei denen gehe man davon aus, dass sie sich mit Abstand und Maske verantwortlich verhalten, so Schnitzler.

Auch die Geschwister der jetzt in Quarantäne geschickten Schülerinnen und Schüler müssen weiterhin zur Schule gehen. Erst beim positiven Testergebnis ihrer Geschwister, sollen sie zu Hause bleiben. Bislang läuft an der Schule deshalb alles nach Plan. Was aber passiert, wenn es mehr positive Testergebnisse gibt, das will sich Rektor Schnitzler nicht ausdenken.

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Kreis informiert nicht mehr über Corona an Schulen

Die zahlreichen Corona-Fälle in Schulen, Kindergärten und Altenheimen führen dazu, dass der Kreis seit Donnerstag (5.11.) darüber nicht mehr informiert. „Die Lage ist äußerst dynamisch, das Virus breitet sich in der Fläche aus. Die Datenlage ändert sich nicht mehr nur täglich, sie ändert sich permanent. Daten, die im Blick auf die Lage aufbereitet worden sind, sind mit der Veröffentlichung nicht mehr aktuell. Eine tägliche Darstellung ist aufgrund dieser Lage nicht mehr sinnvoll“, hieß es in der Pressemitteilung.

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Und mit Blick auf das überlastete Gesundheitsamt bat Kreisgesundheitsdezernent Uwe Hasche: „Wer weiß, dass er infiziert ist, sollte seine Kontakte zunächst selbst informieren und sich isolieren.“

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