Katharina Wagener aus Kamen wurde mitten in der Pandemie schwanger. Wegen der Corona-Maßnahmen war die Schwangerschaft nicht immer einfach. © Instagram/kathiwagener
Familie und Corona

Schwanger in der Pandemie: „Ich will auf keinen Fall alleine sein“

Katharina Wagener ist schwanger. In der Pandemie war das nicht immer ganz einfach, wie sie erzählt. Kaum Kontakte und zusätzlich die Sorge vor einer einsamen Geburt beschäftigen die 26-Jährige.

Als Katharina Wagner im November vergangenen Jahres schwanger wurde, war die Zahl der Corona-Infizierten hoch und Kontakte sollten auf ein Minimum reduziert werden. „Die Pandemie war sehr präsent, was schade war und ist: Ich konnte keine Baby-Party feiern. Meiner Oma und meiner Schwester musste ich per Videoanruf von der Schwangerschaft erzählen“, sagt die 26-Jährige, die ihre große Liebe bei der Dating-Show „Are you the one“ vor laufenden Kameras kennengerlernte.

Sie habe kaum jemanden gesehen, und konnte sich nicht mit anderen über die Schwangerschaft freuen. „Man ist viel alleine“, sagt sie. Doch nicht nur der gemeinsamen Vorfreude machte die Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Auch auf den Austausch unter werdenden Müttern musste Wagener weitestgehend verzichten. Dabei wäre ihr das sehr wichtig gewesen.

Umso glücklicher ist Wagener nun darüber, dass sie und ihr Verlobter seit kurzem an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen können. „Zum Glück ist die Inzidenz in Soest so niedrig, dass der Kurs teils in Präsenz stattfinden darf“, sagt die Kamenerin, die zu ihrem Verlobten gezogen ist. Die Pärchen in dem Kurs wechselten sich von Woche zu Woche ab, sodass immer nur die Hälfte vor Ort ist.

Wegen Corona: Angst vor einer einsamen Geburt

Dabei kann das Paar auch endlich andere werdende Eltern kennenlernen und mit ihnen über die Fragen sprechen, die sie aktuell beschäftigen. Das ist bei Wagener gerade zum Beispiel der Ort der Geburt. „Ich setze mich momentan damit auseinander, wo ich entbinde.“

Sie hofft, gemeinsam mit ihrem Verlobten entbinden zu dürfen. „Ich möchte auf keinen Fall alleine sein“, sagt sie und hofft, dass die Krankenhausregeln Ende August, wenn der Nachwuchs planmäßig kommen soll, das zulassen. „Ich habe von vielen Frauen gehört, dass die Väter mit reindürfen“, sagt Wagener optimistisch.

Während der Schwangerschaft erfuhren die Kamenerin Katharina Wagener und ihr Verlobter Kevin Yanik, dass sie Eltern werden. © Instagram/kathiwagener © Instagram/kathiwagener

Generell erlebte die junge Frau bis jetzt eine angenehme Schwangerschaft. Nur die Hitze machte ihr zwischenzeitlich zu schaffen. „Ich bin eigentlich ein richtiger Sonnentyp. Sobald die Sonne scheint, gehe ich raus. Bei der Hitze habe ich mich aber zurückgezogen wie eine Schnecke in ihr Häuschen.“

Auf eine Geburt kann man sich nicht richtig vorbereiten

Wagener wirkt entspannt. Sie macht sich auch nicht allzu viele Gedanken über die Geburt an sich – solange ihr Verlobter bei ihr sein darf. „Ich bin gerne vorbereitet, aber auf eine Geburt kann man sich nicht richtig vorbereiten“, findet sie. Sie schaue sich deshalb auch ungerne Geburtsberichte an, in denen es um die Erfahrungen anderer Frauen geht. Meistens würden darin vor allem schlimme Erlebnisse gezeigt.

Wagener möchte positiv an die Entbindung herangehen, egal wie schwer die Schwangerschaften in manchen Momenten wegen Corona auch gewesen sein mag: „Ich denke, dass die Geburt nicht so schlimm wird. Aber ich habe gerne den Menschen um mich herum, den ich liebe und der mich unterstützen kann, wenn die Schmerzen doch stark sind.“

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott

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