Schüleraustausch: Ein Koffer voller Mitbringsel

SCHWERTE Zwei Monate hatten die beiden 16-jährigen Süd-Afrikanerinnen Jenni und Leoné in Schwerte ihr Domizil. Von hier aus reisten sie durch ganz Deutschland, und erlebten eine Menge....

von Von Nina Schwenzfeier

, 21.07.2008, 07:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Austauschschülerinnen (v.l.) Leoné und Jenni mit Gastgeberin Lena am Postplatzbrunnen.

Die Austauschschülerinnen (v.l.) Leoné und Jenni mit Gastgeberin Lena am Postplatzbrunnen.

Die beiden trafen am 24. Juni in Deutschland ein. Einen Monat lang erforschten die zwei Südafrikanerinnen Deutschland – per Bahn. Lena erzählt: „Wir waren viel in den Großstädten unterwegs.  Aber auch Venlo und Sylt haben wir einen Besuch abgestattet.“ Vor allem für deutsche Spezialitäten konnte man sich begeistern. Leoné schwärmt: „Das deutsche Essen ist fantastisch. Weißwurst, Milchreis oder Süßigkeiten wie Haribo – das gibt es in Afrika alles gar nicht.“ Jenni ergänzt: „Ich weiß gar nicht, wie das am Flughafen funktionieren soll. Meine Koffer sind viel zu schwer wegen der ganzen Mitbringsel.“ Doch auch andere Dinge faszinierten: „Dass die kleinen Kinder hier ohne Gefahr draußen herumlaufen und spielen können – das sollte auch bei ihnen möglich sein.“

Außerdem sei hier alles viel teurer. „Ein Rucksack“, erklärt Lena, „kostet hier knapp 30 Euro, während man ihn in Afrika für vier bekommt.“ Am heutigen Montag, 21. Juli, fliegen Jenni und Leoné wieder zurück – mit vielen Fotos und schönen Erinnerungen: „Lenas Familie ist großartig. Man fühlt sich wie zu Hause. Die Deutschen sind sehr nett und hilfsbereit, auch wenn sie etwas kühler miteinander umgehen als die Afrikaner.“ Für den letzten Abend haben sich die beiden Mädchen für ihre Gastfamilie etwas Besonderes ausgedacht – unter anderem gab es selbstgekochte afrikanische Gerichte. Leoné verrät die Speisenkombi: „Es gibt Bobotié (ein Hackfleischgericht), einen Salat und Malvapudding – das ist ein sehr süßer Pudding aus Aprikosenmarmelade, Milch, Sahne und Vanillesirup.“ Fazit des Austausches? „Es war eine total interessante Erfahrung und wir hatten viel Spaß zusammen. Eine zweite Reise nach Deutschland wäre toll.“ 

Lesen Sie jetzt