Dr. Jörg Rimbach ist Vorsitzender des Schwerter Ärztevereins. © Maximilian Stascheit
Schnelltests und Impfungen

Schnelltests in Kitas und Impfstart bei Hausärzten: So ist der Stand in Schwerte

Wann werden Schnelltests in Schwerter Schulen und Kitas eingeführt? Wann können Hausärzte in ihren Praxen impfen? Und welche Ärzte machen mit? Wir fragten Ärztesprecher Dr. Jörg Rimbach.

Ab dem 1. März, hatte Jens Spahn angekündigt, können Corona-Schnelltests in der breiten Bevölkerung durchgeführt werden. Nun hat der Bundesgesundheitsminister die Hoffnung erst einmal wieder ausgebremst. Auch die Massen-Impfungen laufen bisher deutlich schleppender als zunächst erwartet. Wann wird es also Schnelltests in Schwerte Schulen und anderen Einrichtungen geben? Ab wann können die Schwerter Hausärzte in ihren Praxen Corona-Impfungen vornehmen? Und welche Schwerter Ärzte machen überhaupt mit?

Schnelltests in Schwerter Schulen und Kitas

Am Mittwochmorgen (24.2) fand ein Austausch über die Strategien der nächsten Wochen statt. Neben dem Ärztesprecher Dr. Jörg Rimbach nahmen unter anderem auch Bürgermeister Dimitrios Axourgos und Theo Spanke, Leiter des Impfzentrums, am Brainstorming teil. „Wir haben am Mittwoch erst einmal darüber gesprochen, wie wir Schnelltests in Schulen und Kitas einsetzen können“, berichtet Dr. Rimbach. „Zunächst musste erst einmal abgeklärt werden, welche Schnelltests wir für die Kinder verwenden wollen.“

Derzeit tendiere man in Schwerte dazu, Nasenabstriche für Kitas und Schulen einzusetzen. Der Nasenabstrich habe den Vorteil, deutlich angenehmer für die Kinder zu sein als ein klassischer Rachenabstrich. „Rachenabstriche sind gerade für Kinder sehr unangenehm und somit wäre es schwierig, den Kindern die Notwendigkeit zu vermitteln“, erklärt der Sprecher der Schwerter Ärzte.

Eine weitere Option wäre ein sogenannter „Lolly-Abstrich“, an dem die Kinder für wenige Sekunden lutschen. „Der Lolly-Abstrich ist eine gute Test-Methode, allerdings auch teurer als andere Varianten.“

Wann Schnelltests in Schulen und Kitas eingesetzt werden können, sei momentan allerdings noch nicht klar. Grund dafür sei das fehlende Finanzierungskonzept der Bundesregierung: „Solange wir noch nicht wissen, wie sich der Einsatz von Schnelltests in der breiten Masse finanzieren lässt, kann man auch noch keinen Startzeitpunkt festlegen.“

Dr. Rimbach begrüßt schnellen Impfstart in Arztpraxen

Ähnlich unsicher ist derzeit auch der Impfstart in den Schwerter Hausarztpraxen. Dr. Rimbach, der selbst schon mit dem Astra-Zeneca-Stoff geimpft wurde, würde einen möglichst zeitnahen Beginn der dezentralen Impfung in den Praxen begrüßen. „Ich war schon immer der Meinung, dass die Impfzentren nicht ausreichen werden“, so Rimbach. „Wollen wir möglichst schnell 60 bis 70 Prozent der Menschen impfen, reichen die Zentren nicht aus.“

Momentan fehle zwar die benötigte Menge an Impfstoffen, um Ärzte zu involvieren. Kämen bald neue Zulassungen, könne es aber direkt losgehen. Wie die Impfungen bei Hausärzten in Schwerte vonstatten gehen werden, entscheide sich in den kommenden zwei Wochen. „Ich habe noch keine Auskunft darüber, welche Ärzte mitmachen wollen und auch die Kapazitäten für Corona-Impfungen in ihren Praxen haben“, so Rimbach. Nicht alle Ärzte werden die Möglichkeiten haben, die Hygienevorgaben einzuhalten. „In unserer Praxis sind Abstriche und wohl auch Impfungen im Außenbereich möglich.“ Andere Hausärzte werden diese Möglichkeiten nicht haben.

Mithilfe einer Rundmail will der Schwerter Ärztesprecher in den nächsten Tagen in Erfahrung bringen, welche Ärzte sich einbringen können. Am kommenden Donnerstag soll das Vorgehen in Schwerte bei einer weiteren Runde präzisiert werden.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Student für Sozialwissenschaft und Philosophie – gebürtiger Schwerter und Wahl-Dortmunder. Immer interessiert an Menschen aus dem Ruhrgebiet und ihren Geschichten.
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Felix Mühlbauer

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