Rohrmeisterei: "Ganz anders arbeiten" dank neuer Küche

SCHWERTE Aufwendig waren die Vorbereitungen zur neuen Kochstelle der Rohrmeisterei. Jetzt ist sie fertig. Küchenchef Manfred Kobinger ist sich sicher: Es hat sich gelohnt, die neuen Möglichkeiten werden auch die Gäste zu schätzen wissen. Auch wenn der Umbau nicht gerade billig war.

von von Nicole Jankowski

, 14.07.2008, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Froh über die neue Kochstelle sind Azubi Fabian Neuser, Kellner Bruno Conte, Küchenchef Manfred Kobinger und Stiftungsvorstand Tobias Bäcker (v.l.).

Froh über die neue Kochstelle sind Azubi Fabian Neuser, Kellner Bruno Conte, Küchenchef Manfred Kobinger und Stiftungsvorstand Tobias Bäcker (v.l.).

Kiloweise Spaghetti kochen im 80-Liter-Topf. Vorspeisen für 300 Gäste warten im Kühlraum auf ihren Einsatz. 80 Hauptgerichte werden im Kombi-Dämpfer erwärmt. Die neue Kochstelle auf dem Parkplatz der Rohrmeisterei bietet Küchenchef Manfred Kobinger und seinem Team viele Möglichkeiten. Nach einem Jahr sind die Umbauarbeiten an der ehemaligen Trafostation nun offiziell beendet. Für Bankette und den Catering-Service Vor allem für Bankette und den Catering-Service soll hier gekocht und angerichtet werden. Bislang lief diese Vorbereitungen parallel zum regulären Restaurantbetrieb. Und das alles auf 75 Quadratmetern. „Wir durften die Küche damals aus Denkmalschutz-Gründen nicht größer bauen“, erklärt Stiftungsvorstand Tobias Bäcker. Doch je umfangreicher das Gastronomie-Angebot wurde, desto enger wurde es für die Köche.

Viel zu klein sei es in der Küche gewesen, weiß Manfred Kobinger aus langjähriger Erfahrung. „Wenn Büfettwagen im Kühlhaus standen, aber man ans Schweinefilet dahinter musste, dauerte das Umräumen eine Viertelstunde“, schildert der Küchenchef die bisherige Situation.120 Quadratmeter Vorbereitungsküche: "Ganz anders arbeiten" Vor solchen Probleme steht das Team in der neuen Kochstelle nicht mehr. Die 120 Quadratmeter der Vorbereitungsküche bieten reichlich Platz. „Hier kann man ganz anders arbeiten“, ist Manfred Kobinger erleichtert über die verbesserten Bedingungen. Für einen Betrag im „deutlich sechsstelligen Bereich“, so Tobias Bäcker, wurde das Gebäude für den Einsatz aufgerüstet. „Das Dach wurde neu gemacht, eine Ablüftung angebracht, Kühlaggregate eingebaut und rutschfeste Fliesen verlegt“, schildert Bäcker einen Teil der ausgeführten Arbeiten. Ein Kombi-Dämpfer, der Dampfen, Braten und Regenerieren kann, und ein Induktionsherd wurden eingebaut. Gerichte wie Rindergulasch finden in einem der eingelassenen Töpfe Platz. „Früher mussten wir für 100 Personen in drei Portionen kochen“, betont der Küchenchef. Im Wärmewagen werden die Gerichte dann zu den Veranstaltungen in Halle 2 oder 3 gefahren.Rohkost-Gemüse, Früchte, Salat Aus dem Einfahrkühlschrank ziehen Manfred Kobinger und Azubi Fabian Neuser einen Wagen voller Glasschüsseln: Möhren-Rohkost mit Ananas und Mango, ein Griechischer Salat mit Schafskäse, dazu Gurken- und Tomatensalat. Gut gekühlt haben die Beilagen auf ihren Einsatz beim Grillbüfett der Hochzeitsgesellschaft gewartet. Auch in der Kochstelle selbst darf gefeiert werden. Bei den Küchenpartys wird sie zur kulinarischen Partymeile. Gäste und Köche feiern zusammen: mit Champagnerempfang und vorbereiteten Speisen, mit Kochschürze und Lieblingswein. An diesen Abenden sind Platzprobleme kein Thema.

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