Rettet ein Vertrag den Friedhof in Wandhofen?

Bürger engagieren sich

Wie geht es weiter mit dem Friedhof in Westhofen, der wirtschaftlich nicht rentabel ist und den die Stadt eigentlich schließen wollte? Kann die Stadt einfach einen Vertrag schließen mit den Bürgern aus Wandhofen, die sich dort ehrenamtlich engagieren wollen? Wie funktioniert das überhaupt? Wir beantworten diese und andere Fragen.

SCHWERTE

, 30.06.2017, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Worum geht es in dem Vertag?

Der Friedhof Wandhofen soll künftig von Ehrenamtlichen gepflegt und unterhalten werden. Die Friedhofsverwaltung bleibt bei der Stadt.

Wozu war so ein Vertrag notwendig?

Die Arbeitsgruppe Friedhöfe des Rates wollte den Friedhof langfristig schließen. Unter Schwertes kommunalen Friedhöfen sei er der mit größten Kostenunterdeckung. Da die Bestattungsgebühren aber stadtweit verrechnet werden, mussten die Kunden der anderen Friedhöfe für Wandhofen mitbezahlen. Das wollte man ändern. Gleichzeitig sollte die Trauerhalle abgerissen werden.

Was passiert nach diesem Beschluss mit der Trauerhalle?

„Die bleibt jetzt bestehen, wird aber nicht saniert“, erklärt Thomas Holtmann von der Stadtverwaltung. Wenn die Standsicherheit nicht mehr gegeben sei, müsse sie stillgelegt werden.

Mit wem schließt die Stadt eigentlich den Vertrag?

Diese Frage von WfS-Ratsmitglied Andreas Czichowski beantwortete Holtmann nicht. Das sei ein Nebenkriegsschauplatz. Fakt ist, dass die Dorfgemeinschaft ein loser Zusammenschluss ist. Unterzeichnet würde der Vertrag von deren informellen Sprecher, Dieter Schmikowski.

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Was hatte die CDU gegen den Vertrag mit den Bürgern?

„Wenn der jetzige Sprecher das nicht weitermachen kann, ist nichts geregelt“, so CDU-Ratsherr Egon Schrezenmaier. Angesichts der Altersstruktur und der großen Aufgaben, die mit der Pflege des Areals zusammenhängen, habe man Sorge, dass hier die Schließung nur verschoben werde.

Was spricht für den Vertrag?

Eine ganze Reihe von Wandhofenern hatte sich nicht nur für den Erhalt des Friedhofs eingesetzt, sondern sich auch in eine Liste als potenzielle Helfer eingetragen. „Woanders würde man sich über dieses Engagement freuen“, hielt Dieter Reichwald von der Linken der CDU entgegen. Und Ralf Haarmann (SPD) ergänzte: „Das waren alles erwachsene Menschen.“

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