Problemfall Notausgang: Stadt untersagt Band-Auftritte im Rattenloch

SCHWERTE Bands aus Sao Paulo und Los Angeles rockten 2008 bereits im Rattenloch, viele deutsche Musiker natürlich auch. Bis Ende Oktober gilt nun ein Konzertverbot. Der Grund: Die Stadt hat Auftritte untersagt, weil der Notausgang nicht ausreicht.

von Von Thomas Backs

, 25.07.2008, 22:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Es sei oft zu voll gewesen, ist ein Argument der Stadt.

Es sei oft zu voll gewesen, ist ein Argument der Stadt.

„Im April gab es einen Kompromiss als Lösung. Alle Konzerte, die von April bis zu den Sommerferien bereits geplant waren, durften noch stattfinden“, erklärt Maike Ettling. Wann das nächste Mal im Rattenloch gerockt werden darf, ist völlig unklar. „Wir rechnen nicht damit, dass vor Ende Oktober wieder Konzerte stattfinden können“, meint Ettling: „Am schlimmsten finde ich, dass die Stadt den Fluchtweg selber gebaut hat. Jetzt soll er auf einmal nicht mehr ausreichen.“ Ulrike Schulte vom Schulverwaltungsamt hatte gestern eine Antwort: „Wir haben aus der Zeitung erfahren, dass bei Konzerten manchmal 150 oder sogar 300 Leute sind. Dafür reicht der Fluchtweg einfach nicht mehr aus.“ Auf einen Termin für die Aufhebung des Konzertverbots im Rattenloch wollte sie sich nicht „festnageln“ lassen. Der Grund: Eine Baugenehmigung für den neuen Notausgang, für den eine breite Treppe von der Rattenlochbühne zur Tür führen soll, gibt es noch nicht.

Zurzeit liegt ein Entwurf für den Bauantrag vor, den Bauordnung und Feuerwehr noch absegnen müssen. Natürlich muss sich die Stadt dann auch an die Vergabeordnung halten, so dass der Antrag die üblichen Wege nehmen muss. „Der Notausgang hat bei uns aber erste Prioriät“, berichtete Ulrike Schulte gestern. Den Kunterbunt-Verein wird es freuen, schließlich feiert er in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Für die Zeit um Halloween (31. Oktober) ist eine Jubiläumsparty geplant.

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