Die Patienten der sind besorgt: Läuft der Praxisalltag in der Psychotherapeutischen Gemeinschaftspraxis von Monika Siering-Stiller und Petra Streich-Strenge nach der Explosion in der Friedensstraße wie gewohnt weiter? © Irina Höfken
Explosion

Praxis in der Friedensstraße: Nach Explosion steht das Telefon nicht still

Eine Explosion am Mittwoch sorgte in der Friedensstraße für ein riesiges Blaulicht-Aufgebot. Die Patienten einer dort ansässigen Praxis waren besorgt. So haben es die Mitarbeiter erlebt.

„Da war ja ein riesiges Aufgebot an Blaulicht am Bahnhof, das habe ich mitbekommen. Da dachte man ja, dass das irgendwie mit dem Bahnhof zusammenhängt“, sagt eine Mitarbeiterin der Psychotherapeutischen Gemeinschaftspraxis von Monika Siering und Petra Streich-Strenge am Telefon einen Tag nach der Explosion in der Friedensstraße.

Der Weg zur Arbeit mit mulmigem Bauchgefühl

Dass die Einsatzkräfte aber gegen 19.30 Uhr zu dem Mehrfamilienhaus eilten, in dem sich ihre Praxis befindet, las sie erst am nächsten Tag in der Zeitung. Vor Ort war von dem Team niemand, als eine Druckwelle die Fenster im obersten Geschoss zum Platzen brachte und die Fassade des Hauses beschädigte. Ausgelöst wurde sie laut Polizei nach jetzigem Ermittlungsstand dadurch, dass ein Fettbrand auf dem Herd mit Wasser abgelöscht wurde.

Ein mulmiges Bauchgefühl habe die Praxis-Mitarbeiterin schon gehabt, als sie am Donnerstagmorgen (18.11.) zur Arbeit fuhr: „Aber das Haus steht ja noch. Also bin ich davon ausgegangen, dass keine Gefahr mehr besteht.“

Der Aushang an der Eingangstür gibt Entwarnung:
Der Aushang an der Eingangstür gibt Entwarnung: „Der Praxisbetrieb läuft wie gewohnt.“ © Irina Höfken © Irina Höfken

Telefon steht nicht still: Besorgte Patienten verunsichert

Das Telefon stand seit dem Morgen in der Gemeinschaftspraxis nicht mehr still. Besorgte Patientinnen und Patienten fragen sich, ob die Praxis nach dem erschreckenden Vorfall überhaupt wieder geöffnet hat und ob sie ihren Termin wahrnehmen können.

Da kann Psychotherapeutin Petra Streich-Strenge aber Entwarnung geben: „Es läuft alles weiter wie bisher.“ Darüber informiert auch der Praxis-Anrufbeantworter, der nun extra neu besprochen wurde und auch ein Aushang an der Tür versichert, dass „der Praxisbetrieb läuft wie gewohnt“.

Monika Siering-Stiller (l.) und Petra Streich-Strenge (r.) haben ihre Psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis an der Friedensstraße.
Monika Siering-Stiller (l.) und Petra Streich-Strenge (r.) haben ihre Psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis an der Friedensstraße. © Siering/Streich-Strenge © Siering/Streich-Strenge

„Da haben alle im Team ganz viel Arbeit gezeigt“, sagt Streich-Strenge. Sicher, dass alles reibungslos klappen würde, sei sie am Donnerstagmorgen selbst nicht gewesen. „Das war ja ein Hammer. Natürlich erschreckt man sich.“ Um die Bewohner des Mietshauses sei sie vor allem besorgt gewesen: „Wir haben guten Kontakt zu den Nachbarn.“ Zwei Bewohner der betroffenen Wohnung wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Was den Praxisalltag betrifft, habe Streich-Strenger sich gesorgt, ob wohl die Technik nach so einer Explosion am nächsten Tag mitspielen wird. Denn wenn die ausgefallen wäre, hätte der Regelbetrieb nicht garantiert werden können, sagt sie. Zeitweise war am Mittwoch sogar gar nicht klar gewesen, ob das Haus nach der Detonation überhaupt noch bewohnbar ist. Ein Statiker, der vom Technischen Hilfswerk angefordert worden war, gab aber grünes Licht.

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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