Die Kreuzung an der Hörder Straße ist jetzt wieder weitestgehend problemlos befahrbar. Die Eisplatten sind verschwunden. © Jörg Bauerfeld
Polizei in Schwerte

Polizei sicherte „Eiskreuzung“ in Schwerte – und stellte später Anzeige gegen Unbekannt

Der Winter sorgte zuletzt für zahlreiche Unfälle an der Kreuzung Hörder Straße/Karl-Gerharts-Straße. Nach drei Unfällen in 90 Minuten sperrte die Polizei eine Spur ab. Später stellte sie Anzeige gegen Unbekannt.

Eis und Schnee sorgten Anfang der Woche für schwierige Straßenverhältnisse. Der Räumdienst kam nicht hinterher. Aber dass ausgerechnet an der ohnehin nicht ungefährlichen Kreuzung Hörder Straße/Karl-Gerharts-Straße eine „Eisfläche“ für zahlreiche Unfälle sorgte, sorgte für Unverständnis.

Interessierten die Straßenverhältnisse hier denn weder Stadt noch Polizei? Letztere hatte innerhalb von zwei Tagen sechs Unfälle aufgenommen. Die Polizei habe durchaus eingegriffen, sagte Polizeisprecher Christian Stein auf Anfrage. Unbekannte sorgten dann aber für eine unschöne Überraschung.

Schon am Montag habe die Polizei die Eisfläche gemeldet

Bereits am Montag (8.2.) „haben wir im Rahmen eines Einsatzes an der Kreuzung Hörder Straße/Bethunestraße/Karl-Gerharts-Straße eine Linksabbiegerspur mit Pylonen und einer Warnleuchte gesperrt“, so Stein. Betroffen war die Abbiegerspur von der Karl-Gerharts-Straße auf die Hörder Straße.

„Der Grund waren die witterungsbedingten Unfälle an dieser Stelle“, so der Polizeipressesprecher. Es hatte dort innerhalb von 90 Minuten drei Verkehrsunfälle gegeben.

Die Maßnahmen seien nach Rücksprache mit der Stadt getroffen worden. „Die hat uns mitgeteilt, dass eine Räumung der Kreuzung im Moment nicht möglich sei“, so Stein. Also packte die Polizei an. Das sei am Montag gegen 15 Uhr gewesen.

Die Pylonen und die Leuchte seien zur Absicherung auf der Eisfläche geblieben, aber als die Polizei gegen 18 Uhr noch einmal an der Stelle nachschaute, sei aufgefallen, dass die Warnleuchte nicht mehr an Ort und Stelle war.

„Die ist uns gestohlen worden“, sagt Christian Stein. Man habe dann eine Strafanzeige gegen Unbekannt gefertigt. Die Leuchte ist nach wie vor verschwunden.

Und was sagt die Stadt Schwerte? „Am Montag gegen 17 Uhr hat sich die Polizei mit einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Verbindung gesetzt und auf die aktuelle Situation am Knotenpunkt Hörder Straße/Bethunestraße/Karl-Gerharts-Straße aufmerksam gemacht“, so Stadtpressesprecher Ingo Rous.

Eisplatte konnte zunächst nicht entfernt werden

Mitarbeiter vom Baubetriebshof hätten sich dem Hinweis folgend unmittelbar in Bewegung gesetzt und festgestellt, dass die Eisplatte am Knotenpunkt nicht bewegt werden könne.

„Gleichwohl wurde dieser wie auch weitere neuralgische Punkte in der Innenstadt im Zeitraum von 17 bis 19 Uhr noch einmal abgestreut“, so Rous.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Unfälle an dieser Stelle in den nächsten Tagen nicht weiter häufen.

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Redaktion Dortmund
Jörg Bauerfeld, Redakteur, berichtet hauptsächlich in Wort, Bild und Ton aus dem Dortmunder Süden.
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