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Politiker wollen bis 2021 die Hälfte der VKU-Linienbusse durch Elektromodelle ersetzen

dzBusverkehr in Schwerte

Der Planungsausschuss fordert zudem kürzere Fahrplantakte und Netz-Erweiterungen. Das Geld dafür soll in den Haushaltsentwurf 2020 eingestellt werden. Wie hoch die Summe ist, bleibt offen.

Schwerte

, 27.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Hälfte aller Linienbusse ausmustern und durch Modelle mit Elektroantrieb ersetzen - und zwar schon binnen der nächsten zwei Jahre. Darüber soll die Stadtverwaltung mit der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) verhandeln, wenn es nach dem Willen des Ausschusses für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt geht. Kurzfristig sollen außerdem die Fahrplantakte verdichtet und Linien auf bisher schlecht erreichbare Orte ausgeweitet werden, beispielsweise das Haus Villigst und das Wohngebiet Am Knapp in Ergste. Auch wünschen sich die Politiker bessere Verbindungen in die südlichen Gemeinden des Kreises Unna. Mit diesen Attraktivitätssteigerungen wollen sie in den kommenden beiden Jahren doppelt so viele Fahrgäste wie bisher in die Busse locken.

Ziel: Verkehrssituation und Luft verbessern

Was alle diese Verbesserungen die hochverschuldete Stadt kosten? „Die erforderlichen Haushaltsmittel sollen von der Verwaltung in den Haushaltsentwurf 2020 eingearbeitet werden“, heißt es dazu nur in dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und Grünen sowie der fraktionslosen Ratsfrau Renate Goeke (FDP). Anliegen der Kommunalpolitiker ist es, durch einen attraktiveren öffentlichen Nahverkehr die Verkehrssituation und die Schadstoffbelastung der Luft zu verbessern: „Die Situation wird sich ohne diese Maßnahmen weiter erheblich verschärfen durch die anstehende Bausituation an der A1/B236.“ Die Baustelle, bei der die Bundessstraße vom Freischütz bis zur Autobahnauffahrt vierspurig verbreitert wird, soll noch in diesem Jahr starten.

Vom Kauf von VKU-Anteilen ist nicht mehr die Rede

Der fraktionsübergreifende Antrag steht zwar noch unter dem Titel „Beitritt der Stadt Schwerte zur Verkehrsgesellschaft Kreis Unna“, doch von dem einst von den Grünen geforderten Erwerb eines VKU-Gesellschafteranteils ist nicht mehr die Rede. Davon hatte die Stadtverwaltung nach der geforderten Prüfung der finanziellen Auswirkungen auch abgeraten. Nach Angaben des Steuerungsdienstes des Kreises Unna hätte Schwerte für 287.000 Euro eine 11,65-prozentige Beteiligung an der VKU übernehmen müssen. Die Anteile hätte man anderen Kommunen des Kreises (Bergkamen, Kamen, Lünen, Unna und Werne) abkaufen müssen, denen das Verkehrsunternehmen gemeinsam mit dem Kreis Unna gehört.

Knapp mehr als die Hälfte muss dem Kreis gehören

Der Kreis selbst kann nichts abgeben, da sein Anteil am Stammkapital im Gesellschaftervertrag auf 50,18 Prozent festgeschrieben ist.

Die Ausgabe hätte der Stadt allerdings wenig genutzt: Laut Aussage des Kreis-Steuerungsdienstes erlange man damit keine besseren Einflussmöglichkeiten auf Planung und Ausgestaltung des Bus-Angebotes.

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