Im Zuge der Sanierung und Umgestaltung des Marktplatzes sollen einige Bäume fallen. Der Rat fordert die Planer nun einstimmig auf, das zu überprüfen. © Bauerfeld
Ratssitzung

Politiker aller Parteien einig: Pläne für den Marktausbau überprüfen

Die Planer sollen einen Plan vorlegen, bei dem die Bäume am Markt stehen bleiben können. Das verabschiedete der Rat einstimmig. Die Initiative und die Verwaltung sehen das verhalten.

In Sachen Marktbäume herrscht im Schwerter Stadtrat Einigkeit. Gemeinsam läutete man bei der letzten Ratssitzung (29.9.) die Rolle rückwärts ein. Ein gemeinsamer Antrag von Grünen, SPD, CDU und FDP fordert eine neue Planung.

So liest sich der Antrag im Wortlaut

„Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit Riehl Bauermann und Partner Landschaftsarchitekten zu prüfen, ob die vier Bäume im Bereich der geplanten Marktterrassen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten an ihrem Standort erhalten bleiben können. Hierzu sind Vergleichsberechnungen zum Erhalt der Bäume in Verbindung mit dem Einbezug in die Treppenanlage einerseits und einer Nachpflanzung nach jetziger Planung andererseits vorzulegen.

Ebenfalls überprüft werden soll der Erhalt der beiden Bestandsbäume auf der Brückstraße (im Kurvenbereich unmittelbar vor dem alten Rathaus) mit Blick auf die Anlage der Bushaltestelle. Hierzu dürfen die gegenüber dem alten Rathaus angeordneten Parkstände überplant werden, wenn dies für eine sachgerechte Anlage der Bushaltestelle erforderlich ist.“ Für beide Bereiche sollen die Kosten und die Auswirkungen auf den Entwurf ermittelt werden, so die Fraktionen.

Debatte begann mit einer Entschuldigung

Begonnen hatte die Debatte mit einer Entschuldigung von Grünen-Sprecher Bruno Heinz-Fischer. Denn im Briefkopf des Antrags hatte die FDP-Fraktion gefehlt.

Doch auch mit den Liberalen war das Vorgehen abgestimmt. Die WfS trat dem Antrag dann aber bei. Die beiden AfD-Mitglieder fehlten in der Sitzung, sodass der Antrag einstimmig beschlossen wurde.

Stadt: Initiative streut Fehlinformationen

Ob das ein Schritt zu einer Einigung mit der Bürgerinitiative, die ja ein Bürgerbegehren anstrebt, wird, ist aber noch nicht klar. Denn sowohl auf Seiten der Stadt, als auch bei der Initiative reagiert man verhalten. So bemängelte Stadtplaner Christian Vöcks im Rat, dass die Bürgerinitiative immer wieder in sozialen Medien neue Bäume ins Rennen bringe und Fehlinformationen, welche Bäume wegkommen sollen, verbreite.

So solle der Baum vor der Pizzeria Hollwood-Snack, anders als bei Facebook gepostet, stehen bleiben. Die Initiative ist nach wie vor darüber verärgert, dass die Stadt ihr bei den Formulierungen des Antrags auf ihr Bürgerbegehren nicht geholfen und es dann wegen unzureichender Genauigkeit abgelehnt hat.

„Es handelt sich um einen Prüfauftrag“

Auch die Diskussion um die Bäume sei nicht so eindeutig, wie Stadtplaner Vöcks sie darstelle. „Uns hat man ja nie gesagt, welche Bäume wegkommen“, so Monika Zaubzer von der Initiative. Und mit den beiden Bäumen, die laut Antrag auf der Brückstraße geprüft würden, sei ja wohl der Baum vor der Pizzeria auch gemeint.

Grundsätzlich findet sie es zwar gut, wenn die vier Bäume an den Marktterrassen und zwei auf der Brückstraße gerettet werden können, aber insgesamt gehe es um elf Bäume. Bürgermeister Dimitrios Axoourgos betonte auf Anfrage der Grünen-Ratsfrau Barbara Stellmacher, wann die Bäume auf den Marktterrassen den dringend benötigten Pflegeschnitt bekämen, wo sie doch stehen bleiben können: „Es handelt sich um einen Prüfauftrag.“

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Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer

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