Geldmacherei auf Schwertes Straßen und Parkplätzen, studierte Schwimmmeister und Vorfreude auf familiäre Osterbräuche. Dies erlebten unsere Mitarbeiter in dieser Woche.

Schwerte

, 22.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag bringt eine neue Erkenntnis – auch für die Mitarbeiter in unserer Redaktion. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen unsere persönlichen Erkenntnisse der vergangenen Woche. Subjektiv, so wie die Journalisten es bei ihrer Arbeit nicht tun. Doch Vieles von dem, was wir recherchieren, bewegt uns genauso wie Sie – dienstliches und privates Engagement.

Petra Berkenbusch: Eine astreine Geschäftsidee

Ostertraditionen, Abzocke und lustige Studiengänge

© Petra Berkenbusch

Eine Recherche, drei Erkenntnisse: 1. Die Grenze zwischen gerechter Strafe und Abzocke ist fließend. 2. Wieder einmal haben Menschen eine Lizenz zum Geldverdienen entdeckt, auf die ich auch hätte kommen können, die mir aber nicht im Traum eingefallen wäre. 3. Es muss nicht zwangsläufig immer das drin sein, was draufsteht. Ich fasse es mal zusammen: Ein Unternehmen nennt sich „fair parken“, kontrolliert nach Absprache mit dem Eigentümer Parkplätze, die ihm selbst gar nicht gehören, nimmt bei Verstößen locker mal ein Mehrfaches üblicher Bußgelder, und darf den Reibach ganz allein behalten. Da muss man erstmal drauf kommen.

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Jessica Will: Kulinarisch völlig vereinsamt

Ostertraditionen, Abzocke und lustige Studiengänge

© Jessica Will

Diese Spezialität gibt es nur einmal im Jahr, ich freue mich schon Wochen vorher drauf - umso bitterer, dass im Ruhrgebiet niemand meine Begeisterung teilt, wenn ich von einem meiner Lieblingsgerichte schwärme: Struwen. In meiner Heimat, dem Münsterland, eine klassische Karfreitags-Speise. Es sind Hefeteig-Plätzchen, oft mit Rosinen im Teig, die in reichlich Fett ausgebacken werden. Auch, weil es die eben nur einmal im Jahr gibt - sie also eine kulinarische Rarität sind - , für mich ein Osterbrauch, auf den ich nicht verzichten kann. Da nehme ich dann auch in Kauf, dass ich mit meiner Schwärmerei dafür hier in der Region völlig isoliert bin.

Isabell Pietron: Für Traditionen ist man nie zu alt

Ostertraditionen, Abzocke und lustige Studiengänge

© picture alliance / dpa

Die Zeit vor Ostern kann ganz schön stressig sein: Einkaufen, damit alles da ist, wenn der Besuch kommt, Ostereier bemalen und Verstecke für die Kleinsten überlegen. Da der Osterhase so viel zu tun hat, sind wir Erwachsene gerne mal behilflich. Immer wieder komme ich zu derselben Erkenntnis: Was den Stressfaktor angeht, besteht für mich kein Unterschied zwischen Weihnachten und Ostern. Bei uns in der Familie sind es übrigens nicht nur die Kleinsten (meine Nichte und mein Neffe), die sich auf die Suche machen können, sondern auch die Erwachsenen. Hilfestellungen gibt es nicht. Das wird in diesem Jahr aber nicht besonders schwer. So viele Möglichkeiten sind nicht mehr da. Ich bin mir sicher, dass ich die meisten Verstecke über die Jahre schon kennengelernt habe. „Seid ihr nicht langsam zu alt dafür? Wie lange wollt ihr denn noch suchen?“, meinte meine Oma schon mal. Nein, Traditionen muss man pflegen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes und erholsames Osterfest!

Heiko Mühlbauer: Ein Plädoyer für Blitzer

Ostertraditionen, Abzocke und lustige Studiengänge

© Manuela Schwerte

Wenn irgendwo ein Verkehrsunfall passiert, nehmen wir das seltsamerweise oft wie ein Naturereignis hin. Oder wir suchen die Schuld bei einem der Fahrer. Dass ein Großteil von Unfällen aber dort passiert, wo zu schnell gefahren wird, lassen die meisten Menschen außen vor. Vor allem dann, wenn es um Blitzer geht. Es gibt kaum ein Thema, bei dem die Menschen so wenig selbstkritisch sind wie bei überhöhter Geschwindigkeit. Da ist schnell von Abzocke die Rede, wie auch beim Blitzer auf der Ruhrtalstraße. Dabei muss man klar sehen, dass mit Tempo 50 dort auch die schweren, mitunter auch tödlichen Verkehrsunfälle zurückgingen.

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Aileen Kierstein: Studium mit Sonnenfaktor

Ostertraditionen, Abzocke und lustige Studiengänge

© Aileen Kierstein

Wortwörtlich habe ich in dieser Woche gelernt, was man alles lernen kann. Im Internet bin ich auf Artikel „10 skurrile Studiengänge“ gestoßen, der mich direkt an der Angel hatte. Hier meine Lieblingsbeispiele: Körperpflege, Eurythmie (die Wissenschaft, einen Namen tanzen zu können), Lego, Friesische Philologie und Lady Gaga. Schräg, oder? Da finde ich unser lokales Beispiel für ungewöhnliche Studiengänge noch harmlos. Dennis Holmer vom Elsebad hat „Bäderbetriebsmanagement“ studiert. Das stelle ich mir schön vor - in der Sonne. Ganz so entspannt ist es mit Ökonomie und Kostenkalkulation aber wahrscheinlich doch nicht.

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Michael Doetsch: 0:0 – ganz anders als gedacht

Ostertraditionen, Abzocke und lustige Studiengänge

© Bernd Paulitschke

Manchmal kommt alles ganz anders als man denkt. Am vergangenen Sonntag zum Beispiel: Derby in der Fußball-Bezirksliga, Geisecker SV gegen ETuS/DJK Schwerte. Ein Herz und eine Seele sind diese beiden Vereine aus dem Osten unserer Stadt nicht – nennen wir es mal lieber eine gesunde Rivalität, was die beiden verbindet. So durfte man ein hitziges Duell erwarten, in dem Emotionen hochkochen – so, wie es bei den Aufeinandertreffen schon häufiger der Fall gewesen ist. Und was passiert? Das Treiben auf dem Geisecker Kunstrasen hatte eher den Charakter eines Freundschaftsspiels. Und Tore fielen auch nicht – 0:0, ganz anders gedacht.

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