Stellen den neuen Schwerte-Bildband vor (v.l.): Heimatvereins-Vorsitzender Uwe Fuhrmann, Fotograf Thomas Emde und Martin Kolöchter, dessen Werbeagentur die Herstellung des Buches übernahm. © Thomas Emde
Neues Schwerte-Buch

Neuer Bildband mit spannenden Impressionen aus der Schwerter Stadtgeschichte

Das Stadtarchiv hütet die ältesten Fotos von Schwerte. Thomas Emde machte sich auf zu den Orten, wo sie aufgenommen wurden. Entstanden ist ein Bildband mit spannenden Alt-Neu-Vergleichen.

Fotos halten immer nur einen einzigen, vergänglichen Moment fest. Kaum hat der Finger den Auslöser der Kamera wieder losgelassen, schon hat sich das Motiv vor dem Objektiv wieder verändert. Sogar bei Mauern, die eigentlich so fest und für die Ewigkeit gebaut sind. Das beweist eindrucksvoll der neue großformatige Bildband „Schwerte: Damals & Heute“, der historische Aufnahmen von Straßenzügen und Plätzen der Stadt mit aktuellen Ansichten vom selben Ort vergleicht.

Im Stadtarchiv nach historischen Ansichten geforscht

„Jede Stadt ist zwangsläufig einem steten Wandel unterworfen“, schreibt Heimatvereins-Vorsitzender Uwe Fuhrmann in seinem Vorwort: „Gebäude werden abgerissen, Fassaden umgestaltet und modernisiert. Baulücken werden durch Neubauten geschlossen und Straßen den aktuellen Verkehrsanforderungen angepasst.“ Weitere Spuren hätten Kriegsschäden und großflächige Sanierungsmaßnahmen – wie rund um den Markt – hinterlassen.

Um die Veränderungen augenscheinlich zu dokumentieren, hat Uwe Fuhrmann gemeinsam mit dem Fotografen und Medien-Designer Thomas Emde im Stadtarchiv nach geeigneten historischen Fotos geforscht. Mehr als 40, allesamt aus dem näheren Bereich der Innenstadt von Schwerte, schafften es in die endgültige Auswahl.

Thomas Emde suchte die Standorte der früheren Fotografen

Dann machte sich Thomas Emde auf Spurensuche, um genau den Standpunkt zu finden, auf dem die unbekannten damaligen Fotografen vor vielen Jahrzehnten ihr Stativ aufgebaut hatten. Ganz bewusst wählte er dafür nicht die „schöne“, bunte Jahreszeit des Sommers, sondern den winterlichen Jahresbeginn 2020: Dann hatten die Bäume ihr Laub abgeworfen und gaben den Blick auf die Hausfassaden frei – in der Altstadt und an der Bahnhofstraße, am Postplatz und in der Fußgängerzone.

Manches, wie der Marktplatz nach dem Bau des City-Centers, ist kaum wiederzuerkennen. An anderen Orten, beispielsweise in der Wallstraße und sogar an Teilen der Bahnhofstraße, scheint die Zeit stillzustehen, wenn man mal von „Zubehör“ wie parkenden Autos, Straßenbahnschienen oder verschwundenen Straßenbäumen absieht.

Manche Fotos sind schon nach wenigen Monaten wieder überholt

Das Buchkonzept erlaubt, ähnlich wie beim Bilderrätsel „Finden Sie die Fehler?“ nach den Veränderungen zu suchen. Den historischen Schwarzweiß-Bildern auf der jeweils linken Seite sind die aktuellen auf der rechten Seite gegenübergestellt.

„Wenn nun jemand vielleicht in 10 oder 20 Jahren diesen Bildband in die Hand nimmt und darin blättert, wird sich vieles bereits wiederum verändert haben“, erklärt Uwe Fuhrmann.

Doch so lange braucht man gar nicht zu warten, wie der Kamerablick in die Hüsingstraße vom Anfang dieses Jahres beweist: Die Reklame der Gerry-Weber-Filiale ist schon wieder verschwunden, stattdessen ist vor Kurzem der Taschendealer in das frühere Ladenlokal der Modekette eingezogen.

Verkaufsstellen und Preis

  • Der Bildband „Schwerte: Damals & heute“ ist 94 Seiten stark im Format DIN A4 quer.
  • Autoren sind Uwe Fuhrmann (Text) und Thomas Emde (Fotos).
  • Herausgeber ist der Heimatverein Schwerte.
  • Die Gesamtherstellung lag in den Händen der Werbeagentur Kolöchter & Partner.
  • Der Verkaufspreis beträgt 19,95 Euro.
  • Erhältlich ist das Buch ab sofort bei: Bücher Bachmann, Mährstraße 15; Ruhrtal-Buchhandlung, Hüsingstraße 20; Schwerter Senfmühle, Ruhrstraße 16 und bei der Werbeagentur Kolöchter, Tel. (02304) 4830.
Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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