Wegen des Küchenbrands in dem Haus an der Hörder Straße war die Kreuzung der B236 an der Runden Ecke in der Nacht zu Mittwoch (13.1.) gut eine Stunde lang gesperrt. © Reinhard Schmitz
Feuerwehr Schwerte

Nächtlicher Wohnungsbrand: Zehn Verletzte in Krankenhäuser gebracht

Drei Rettungswagen eilten mit Blaulicht zu den Kliniken, nachdem am späten Dienstagabend ein Wohnungsbrand an der Hörder Straße ausgebrochen war. Die Feuerwehr musste zehn Personen retten.

Heftiges Blaulichtgewitter blitzte in der Nacht über die Fassaden rund um die komplett gesperrte Kreuzung an der Runden Ecke. Von dort bis hinunter zum Parkdeck des Marienkrankenhauses waren Feuerwehrfahrzeuge auf der Béthunestraße in Stellung gebracht worden. Sie brachten ein Großaufgebot an Rettern zum Einsatzort, nachdem ein Wohnungbrand in einem vierstöckigen Mehrfamilienhaus am Beginn der Hörder Straße gemeldet worden war. Gegen 22.40 Uhr – so die Polizei – war der Alarm ausgelöst worden. Betroffen war eine Wohnung im zweiten Obergeschoss des Altbaus.

In der Küche brannten Töpfe auf dem Herd

Wie sich herausstellte, lag der Brandherd in der Küche. „Töpfe auf dem Herd“, sagte Einsatzleiter Daniel Bösch, der stellvertretende Leiter der Schwerter Feuerwehr. Insgesamt zehn Menschen mussten aus dem Miethaus gerettet werden. Neben einer Person aus der betroffenen Wohnung auch noch weitere sechs Personen aus der Wohnung darunter und drei Personen aus der Wohnung darüber. Mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung wurden alle vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch Kinder wurden mit in die Rettungswagen genommen, da sie nicht ohne ihre Eltern zurückbleiben konnten.

Drei Rettungswagen - zwei waren zur Unterstützng aus Unna angefordert worden - brachten Verletzte in die Krankenhäuser.
Drei Rettungswagen – zwei waren zur Unterstützng aus Unna angefordert worden – brachten Verletzte in die Krankenhäuser. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Auf der Straße fuhren die Retter die Drehleiter vor dem Gebäude aus und verlegten Schläuche, um die Flammen mit einem kräftigen Wasserstrahl aus einem sogenannten C-Rohr zu löschen. Anschließend wurde das gesamte Wohnhaus von der Feuerwehr kontrolliert, bevor ein Hochleistungslüfter eingeschaltet werden konnte, um die Räume rauchfrei zu machen. Die Brandwohnung ist derzeit unbewohnbar. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.

Eine Stunde lang war kein Durchkommen auf der B236

Während des Großeinsatzes war die Hauptkreuzung an der Runden Ecke für gut eine Stunde komplett gesperrt. Die Durchfahrt auf der B236 von der Ruhrbrücke in Richtung Autobahnauffahrt A1 und Dortmund war nicht möglich. In der Karl-Gerharts-Straße stauten sich mehrere LKW, denen dort offenbar keine Möglichkeit zum Wenden blieb. Lediglich ein orangenes Streufahrzeug des Straßendienstes wurde durchgelassen und konnte sich halb über den Bürgersteig fahrend an den Feuerwehrwagen vorbeimogeln, um seine Aufgaben in der eisigen Nacht zu erfüllen.

Die Feuerwehr brachte die Drehleiter vor dem Altbau an der Hörder Straße in Stellung, wo der Brand im zweiten Obergeschoss ausgebrochen war.
Die Feuerwehr brachte die Drehleiter vor dem Altbau an der Hörder Straße in Stellung, wo der Brand im zweiten Obergeschoss ausgebrochen war. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Schließlich konnten die Rettungskräfte wieder abrücken. Im Einsatz waren neben dem Einsatzleiter und der Hauptamtlichen Wache noch die Löschzüge Schwerte-Mitte und Villigst sowie die Löschgruppe Geisecke. Vor Ort waren außerdem ein Notarztwagen und drei Rettungswagen, von denen zwei zur Unterstützung aus Unna herbeieilt waren.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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