Nach Unfall in Geisecke: Polizei will Motorradfahrer noch nicht befragen

dzSchwerer Unfall

Nach dem schweren Unfall am Wellenbad im September war der 61-jährige Motorradfahrer lange nicht ansprechbar. Jetzt geht es ihm besser, aber die Polizei will ihn lieber noch nicht befragen.

Geisecke

, 15.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Knapp vier Wochen ist der Unfall nun her, bei dem ein Motorradfahrer schwer gestürzt und anschließend mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Es war der 19. September, als der 61-Jährige Dortmunder an der Straße Zum Wellenbad nur schnell den Pkw vor sich überholen wollte. Doch genau in dem Moment bog dieser ab, es kommt zur heftigen Kollision. Der Dortmunder stürzt, sein Motorrad wird gegen die Ampelanlage an der Kreuzung zur Geisecker Talstraße geschleudert.

Rund drei Wochen war er „nicht vernehmungsfähig“, hieß es von der Polizei. Auch knapp einen Monat später wird er noch immer im Krankenhaus behandelt. „Der Gesundheitszustand hat sich erst kürzlich gebessert, er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr“, bestätigte Sprecher Christian Stein am Dienstag auf Nachfrage. Eine Befragung habe aber noch nicht stattgefunden. „Das wird passieren, aber noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt“, so Stein weiter.

Nach jetzigem Stand gelte der Dortmunder aber als Unfallverursacher.

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Gutachter soll den Unfall rekonstruieren

Zum tatsächlichen Unfallhergang gibt es somit noch immer offene Fragen. Zu deren Beantwortung wurde bereits ein externer Gutachter hinzugezogen. Dessen Ergebnisse sollen dann unter anderem die Schuldfrage klären, aber auch, wer beispielsweise für die entstandenen Sach- und Personenschäden aufkommen muss. „Ein Sachverständiger sieht sich die beiden Fahrzeuge genau an und untersucht sie. Dann wird im Nachhinein ein sogenanntes Unfallrekonstruktionsgutachten erstellt“, erklärte Stein im September das Vorgehen.

Ein abschließendes Rekonstruktionsgutachten lag am Dienstag noch nicht vor.

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