Nach dem Großeinsatz am Mittwochabend ist die Friedensstraße wieder frei. Nur ein einsames Flatterband, das man vor Ort vergessen hat, hängt noch auf der anderen Straßenseite. © Jörg Bauerfeld
Druckwelle

Nach Großeinsatz an der Friedensstraße: Ursache für Explosion steht fest

Es muss eine gewaltige Druckwelle gewesen sein, die sich am Mittwochabend in der Friedensstraße ausgebreitet hat. Am Morgen nach dem Einsatz mit rund 145 Einsatzkräften steht die Ursache fest.

Es muss eine gewaltige Druckwelle gewesen sein, die sich nach der vermeintlichen Explosion in einem Mehrfamilienhaus am Mittwochabend (17.11.) in der Friedensstraße ausbreitete. Weit mehr als 100 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz, nachdem die Feuerwehr gegen 19.30 Uhr die Meldung erreicht hatte, dass womöglich Menschenleben in Gefahr seien.

Wohnhaus überhaupt noch bewohnbar?

Am Morgen danach zeigt sich Wilhelm Müller, der Leiter der Schwerter Feuerwehr, erleichtert darüber, dass sich die schlimmsten Befürchtungen am Mittwoch nicht bewahrheitet haben.

Bis etwa 22.30 Uhr sei man vor Ort gewesen, zusammen mit dem Statiker „waren wir auch noch im Haus“, so Müller. Nachdem man den Bereich der Friedensstraße rund um das betroffene Haus mit Flatterband abgesperrt hatte, konnte die Straße am späten Abend wieder freigegeben werden.

Fassadenteile liegen auf dem Bürgersteig. Die Druckwelle hatte sie am Mittwoch heruntergerissen. © Jörg Bauerfeld © Jörg Bauerfeld

Bis auf die Wohnung, in der sich die Explosion ereignet hat, sind auch die Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus wieder frei. Zeitweise war nicht klar gewesen, ob das Haus nach der Detonation überhaupt noch bewohnbar ist, ein Statiker, der vom Technischen Hilfswerk angefordert worden war, gab später grünes Licht.

„Explosion in der Küche“: Das sagt die Polizei zur Ursache

Wie Feuerwehrleiter Wilhelm Müller am Donnerstagmorgen (18.11.) berichtete, „hat es eine Explosion in der Küche gegeben“. Alles Weitere sei Aufgabe des Brandursachenermittlers der Polizei. Und auch die meldete sich am Donnerstagmorgen mit einer offiziellen Mitteilung. Demnach steht die Ursache für die Explosion, die man am Mittwochabend als solche wahrgenommen hatte, fest.

Die Polizei spricht vielmehr von einer Verpuffung. Die sei nach jetzigem Ermittlungsstand dadurch entstanden, dass die Bewohner gegen 19.30 Uhr einen Fettbrand auf dem Herd mit Wasser abgelöscht hatten.

Durch die Wucht der Explosion im dritten Obergeschoss des Wohnhauses an der Friedensstraße wurden ganze Fassadenteile nach außen gedrückt. Die Feuerwehr erkundete die Lage von der Drehleiter aus. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Druckwelle bringt Fenster zum Bersten, Bewohner verletzt

Die dadurch entstandene Druckwelle hatte Fenster-Elemente aus der Fassade nach außen gedrückt, auch die Fenster und die Außenfassade auf der gegenüberliegenden Wohnungsseite wurden beschädigt. Das gesamte Mehrfamilienhaus wurde am Abend evakuiert. Eine konkrete Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Zwei Bewohner der betroffenen Wohnung wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei hat die Wohnung versiegelt und die Ermittlungen aufgenommen.

Auf dem Zentralen Omnibusbahnhof vor dem Bahnhof Schwerte wurde ein zentraler Sammelplatz für die eintreffenden Rettungsfahrzeuge eingerichtet.
Auf dem Zentralen Omnibusbahnhof vor dem Bahnhof Schwerte wurde ein zentraler Sammelplatz für die eintreffenden Rettungsfahrzeuge eingerichtet. © Reinhard Schmitz © Reinhard Schmitz

Nach Angaben der Feuerwehr könne die Familie mit Kindern aber wieder einziehen, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, die Fensterfront repariert und die Wohnung nach dem Vorfall gereinigt ist.

Aufgrund der Erstmeldung „Feuer, Menschenleben in Gefahr“ waren am Mittwochabend insgesamt 45 Kräfte der Feuerwehr und etwa 100 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes vor Ort. Für sie hatte man einen Sammelplatz auf dem Zentralen Busbahnhof vor dem Schwerter Bahnhof eingerichtet.

Über die Autorin
Schwerte und Dortmunder Süden
Ist seit November 2020 für Schwerte und den Dortmunder Süden im Einsatz. Mag Nachrichten und nette Geschichten gleichermaßen. Schreibt gern, arbeitet aktuell aber eher im Hintergrund.
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