Das Impfzentrum in der Kreissporthalle II in Unna ist einsatzbereit. Termine für eine Impfung gegen das Coronavirus können dort jedoch erst frühestens ab dem 4. Januar vergeben werden. Zunächst werden mobile Impfteams die Bewohner und Mitarbeiter in Seniorenheimen impfen. © Udo Hennes
Coronavirus

Mit Video: So funktioniert die Impfstraße im Impfzentrum in Unna

Das Impfzentrum im Kreis Unna ist einsatzbereit. An der Platanenallee in Unna ist die neue Kreissporthalle zum Impfzentrum umgebaut worden – wir zeigen, wie die Impfung dort ablaufen wird.

Impfen beim Arzt: Das passiert meistens in einem unscheinbaren Nebenraum, steril, weiß, schmucklos. Einen Blick auf Basketballkörbe und eine Kletterwand dürften die wenigsten Patienten dabei haben. Doch im neuen Impfzentrum des Kreises Unna ist genau das möglich: In der Kreissporthalle II ist der Ort entstanden, an dem die Bürger im Kreis Unna gegen das Coronavirus geimpft werden können.

Sechs Stationen sind es, die die Impflinge durchlaufen – natürlich im Einbahnstraßenverfahren. Und das beginnt schon vor der eigentlichen Tür zum Impfzentrum.

Station 1: Die Eingangskontrolle

In einem großen weißen Zelt vor dem Eingang zur Kreissporthalle geht es los: Hier muss warten, wer geimpft werden will. Bis zu 25 Menschen können in diesem Zelt unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in Zweierreihen warten. Hinein in das Impfzentrum kommt nur, wer seine Berechtigung zum Impfen nachweisen kann – und natürlich nur, wer symptomfrei ist. Dazu wird am Eingang Fieber gemessen. Ein Ordnungsdienst sorgt dafür, dass der Zugang zum Impfzentrum geregelt erfolgt. Der Zugang ist wie das gesamte Impfzentrum barrierefrei.

Station 2: Die Anmeldung

Beim Betreten des Impfzentrums müssen sich die Impflinge die Hände desinfizieren. Anschließend erhalten sie einen Aufklärungsbogen, in dem sie über Details der Impfung und mögliche Nebenwirkungen informiert werden, sowie einen Fragebogen. In diesem müssen sie Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten, die für die Impfung wichtig sind. Anschließend betreten sie eine Wartezone.

Station 3: Die ärztliche Impfberatung

Jeder Impfling wird einzeln aufgerufen, um mit einem Mediziner in einer Kabine ein Beratungsgespräch vor der eigentlichen Impfung zu führen. Der Arzt klärt allgemein über die Impfung auf und geht auf mögliche individuelle Fragen ein. Drei bis fünf Minuten werden für ein solches Gespräch kalkuliert.

Sandra Pflanz vom Kreis Unna erklärt, wie die Impfstraße funktioniert: An dieser Station werden die Impflinge zunächst von einem Mediziner über die Impfung aufgeklärt.
Sandra Pflanz vom Kreis Unna erklärt, wie die Impfstraße funktioniert: An dieser Station werden die Impflinge zunächst von einem Mediziner über die Impfung aufgeklärt. © Udo Hennes © Udo Hennes
Das Impfzentrum

Fünf Impfstraßen

  • Auf rund 1600 Quadratmetern der Kreissporthalle II an der Platanenallee in Unna sind innerhalb von zweieinhalb Wochen insgesamt fünf Impfstraßen entstanden. Damit kann an fünf Plätzen gleichzeitig geimpft werden.
  • Eine Terminvereinbarung ist frühestens ab dem 4. Januar 2021 möglich. Die bundesweit einheitliche Telefonnummer für den Terminservice wird freigeschaltet, wenn ein zugelassener Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Über die Möglichkeit, Termine zu vereinbaren, informiert auch der Patientenservice, Tel. 116 117, auf seiner Webseite unter www.116117.de.

Station 4: Die Impfung

Aus einem weiteren Wartebereich mit Sitzgelegenheiten werden die Impflinge einzeln zur Impfung gerufen. Sie erfolgt in einer Kabine, in der sich in einem kleinen Kühlschrank die Impfdosen befinden. Die Impfung wird in den Oberarm injiziert.

Station 5: Die Nachbetreuung

Damit mögliche Reaktionen auf die Impfung direkt behandelt werden können, gibt es hinter den Impfkabinen eine Nachbetreuungszone. Sie wirkt ein wenig wie ein Prüfungsszenario: In großem Abstand zueinander stehen mehrere Stühle verteilt im Raum. Drei medizinische Fachkräfte beobachten die Impflinge, die auf diesen Stühlen Platz nehmen. Sollten allergische Reaktionen oder andere Nebenwirkungen nach der Impfung auftreten, können sie den Impfling in einen Nebenraum bringen, um ihn dort zu versorgen. In den ersten Tagen nach Anlieferung eines neuen Impfstoffes wird zudem ein Rettungswagen vor dem Impfzentrum stehen. Impflinge sollten etwa 15 bis 30 Minuten in der Nachbetreuungszone verweilen, bevor sie das Impfzentrum verlassen – verpflichtend ist dies jedoch nicht.

Station 6: Die Abmeldung

Wer das Impfzentrum verlässt, muss sich abmelden. Das dient zum einen der Dokumentation, gleichzeitig aber auch dazu, dass jeder Impfling seinen Termin für die zweite Impfung erhält. Denn erst durch das zweimalige Impfen im Abstand von einigen Wochen baut sich der Impfschutz auf.

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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