Die Feuerwehr soll mit einem neuen digitalen Einsatzsystem ausgestattet werden. © Stadt Schwerte
Feuerwehr Schwerte

Millionen-Förderung beantragt: Feuerwehr will Drohnen und Roboter einsetzen

Drohnen und Roboter sollen der Feuerwehr helfen, die Lage am Einsatzort zu erkunden. Voraussetzung ist ein schnelles Datennetz, das sich die Retter mit Fördermitteln selbst aufbauen wollen.

Unter der Federführung der Stadt Schwerte sollen die Feuerwehren der Städte Schwerte und Dortmund mit einem digitalen Einsatzsystem ausgestattet werden. Das Projekt unter dem Titel „5G DOS Fire“ hat den nächsten Schritt genommen.

Denn jetzt ist klar: Schwerte darf mit seinen Partnern beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Fördermittel zur Umsetzung des Vorhabens beantragen.

Gesamtkonzept ist auf 3,8 Millionen Euro veranschlagt

Auf rund 3,8 Millionen Euro veranschlagt sind die Kosten für das Gesamtkonzept, das die Stadt gemeinsam mit sechs weiteren Partnern erstellt hat. Davon beträgt das Projektvolumen für Schwerte rund 850.000 Euro.

Angestrebt wird im Rathaus eine 100-Prozent-Förderung durch den Bund. Ziel ist es, Einsatzabläufe von Feuerwehren am Einsatzort digital so zu optimieren, dass Maßnahmen schnell und effektiv ergriffen werden können.

System soll Drohnen und Roboter zur Aufklärung steuern

Zusammen mit dem Institut für Feuerwehr und Rettungstechnologie der Stadt Dortmund, dem Fraunhofer IIS und vier weiteren Firmen soll ein digitales Einsatzcockpit für die Feuerwehr entwickelt werden, das den Einsatzleitungen die Informationen zentral bereitstellt und gleichzeitigt die Steuerung von Drohnen und Robotern zur Aufklärung ermöglicht.

Vor Ort wird eine eigenes 5G-Datennetz aufgebaut

Eine schnelle und stabile Datenverbindung ist Voraussetzung für die Effizienz im Einsatzcockpit. Deshalb soll ein 5G Pop-up-Netz zum Einsatz kommen. Das bedeutet, dass ein Feuerwehrfahrzeug an der Einsatzstelle eine eigene 5G-Funkzelle eröffnet, in der sich Drohnen oder Roboter bewegen. So werden ihre Livestreams in das Einsatzcockpit übertragen.

Mittelfristig soll eine Anbindung an das öffentliche 5G-Netz erfolgen. „So ist das Einsatzcockpit für die Aufbereitung und Visualisierung aller Daten optimiert“, erklärt Tristan Richter, Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Schwerte. Auf mobilen Endgeräten sollten die Einsatzkräfte dann vor Ort auf die Aufklärungsdaten zugreifen können.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Reinhard Schmitz, in Schwerte geboren, schrieb und fotografierte schon während des Studiums für die Ruhr Nachrichten. Seit 1991 ist er als Redakteur in seiner Heimatstadt im Einsatz und begeistert, dass es dort immer noch Neues zu entdecken gibt.
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Reinhard Schmitz

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