Feuerwehrkräfte aus ganz Schwerte und Rettungskräfte aus umliegenden Städten waren am Sonntagabend bei dem Brand im Einsatz. © Wüllner

Mehrfamilienhaus an Bergischer Straße nach Kellerbrand unbewohnbar

Die Bilanz nach dem Brand im Keller eines Achtfamilienhauses: Elf Verletzte, 18 Menschen können nicht in ihre Wohnungen zurück, und das Haus ist derzeit unbewohnbar. Es gab aber auch ein Happy-End.

Nach dem Kellerbrand am Sonntagabend ist das Achtfamilienhaus an der Bergischen Straße von der Feuerwehr für unbewohnbar erklärt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Am Sonntag um 20.40 Uhr gingen gleich mehrere Notrufe bei der Leitstelle der Feuerwehr in Unna ein. Beim Brand eines Mehrfamilienhauses habe es starke Rauchentwicklung gegeben, und mehrere Menschen seien in ihren Wohnungen eingeschlossen.

Teil der Bewohner hatte sich bereits gerettet

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, bestätigte sich das. Ein paar Bewohner hatten sich zwar schon ins Freie gerettet, andere befanden sich aber noch im Gebäude. Aus einem Kellerfenster schlugen die Flammen. Die Feuerwehr schickte Teams zur Rettung der Bewohner, zum Löschen und zur Sicherung des Hausflurs mit Atemschutz in das Gebäude. Ein Großteil der Bewohner konnte so aus dem Haus auf die Straße gebracht werden. Im Hinterhof hatten sich zwei Frauen auf einen Balkon gerettet. Mit einer Leiter konnte man die beiden zwar erreichen, da sie sich aber nicht auf die Leiter trauten, wurden sie bis zur endgültigen Rettung auf dem Balkon betreut.

„Hitzeentwicklung war gewaltig“

Im Keller versuchte man derweil, der Flammen Herr zu werden. Mit wenig Erfolg: „Die Hitzeentwicklung war gewaltig“, erklärte ein beteiligter Feuerwehrmann. Die Versuche, durch das Kellerfenster zu löschen, schlugen fehl. Wegen der großen Hitze und der schwierigen Zugangssituation zum Brandherd entschloss man sich, den Keller komplett mit Löschschaum zu fluten. Das funktionierte schließlich und erstickte die Flammen. Was letztlich in den Kellerräumen gebrannt hat, müssen nun Experten der Polizei ermitteln. Denn durch die große Hitze und den Löschschaum war auf den ersten Blick nichts mehr zu erkennen.

Das Haus an der Bergischen Straße wurde von der Feuerwehr nach dem Brand für unbewohnbar erklärt.
Das Haus an der Bergischen Straße wurde von der Feuerwehr nach dem Brand für unbewohnbar erklärt. © Wüllner © Wüllner

Elf Menschen ins Krankenhaus transportiert

Der Rauch aus dem Flur wurde anschließend mit einem Hochdrucklüfter nach draußen geblasen. Die beiden Bewohnerinnen auf dem Balkon konnten durch das Treppenhaus ins Freie gebracht werden. Insgesamt 15 Personen wurden von den anwesenden Notärzten und den Sanitätern untersucht, elf von ihnen wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhäuser gebracht. Dazu forderte man RTW aus Kamen, Schwerte, Unna und Dortmund an.

Ein Happy-End gab es auch für eine kleine Katze, die von den Feuerwehrleuten im Haus entdeckt und gerettet wurde. Die Katze wurde ins Tierheim gebracht.

Das Achtfamilienhaus wurde von der Feuerwehr für unbewohnbar erklärt, die unverletzten Bewohner kamen bei Freunden unter. Die Stadtwerke, so die Feuerwehr, hätten das von Qualm und Schaum beschädigte Haus vom Stromnetz getrennt.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Ist mit Überzeugung Lokaljournalist. Denn wirklich wichtige Geschichten beginnen mit den Menschen vor Ort und enden auch dort. Seit 2007 leitet er die Redaktion in Schwerte.
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Heiko Mühlbauer