Markgraf verkauft 80 Prozent mehr Fahrräder in der Coronakrise

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Kurz vor den Ferien wird vielen Menschen klar, dass aus ihrer Reise ins Ausland nichts wird. Auf die Frage, was man im Urlaub stattdessen machen kann, kommen viele auf die gleiche Antwort.

Schwerte

, 02.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Sommerurlaub 2020 wird für viele Deutsche zuhause stattfinden. Was soll man da machen, wenn man nicht die ganze Zeit zuhause bleiben möchte? Fahrrad-Touren machen.

Auf diese Idee scheinen besonders viele Menschen zu kommen, denn vor den Fahrrad-Geschäften bilden sich Schlangen. In Schwerte ist es das Fahrradcenter Markgraf in Geisecke, das diesen Kundenansturm erlebt. Wir verkaufen 80 Prozent mehr Fahrräder als im Vergleichsmonat des Vorjahres“, so Thomas Linn.

„Gefragt sind vor allem E-Bikes“, berichtet dort Thomas Linn. Neben der Urlaubsplanung vor der Haustür gibt es weitere Gründe für diesen Fahrrad-Boom.

  • Es sind oft Familien, die sich mit Fahrrädern für die Ferien ausstatten. Dann gehen gleich vier oder fünf Fahrräder weg.
  • Das Geld für die Ferienreise war schon zusammengespart und wird nun einfach auf die Fahrräder „umgebucht“.
  • In der Zeit des Shutdowns waren die Fahrrad-Geschäfte geschlossen, d.h. die Kunden, die sowieso einen Fahrradkauf geplant hatten, kommen jetzt gedrängter in die Geschäfte.

Vor dem Fahrradcenter Markgraf geht es hoch her. Hier die Kunden in der Warteschlange, die darauf warten, dass ihr Buzzer summt, das Zeichen, dass sie reingehen dürfen.

Auf den Fahrradkauf vorbereiten

Auf der anderen Seite sind die Kunden, die schnell mal den Fahrradsattel auf dem Parkplatz ausprobieren möchten. Mehrere Markgraf-Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Abstände eingehalten werden.

Seinen Kunden rät Thomas Linn, vorbereitet zum Fahrradkauf zu kommen: „Es ist wichtig, dass die Kunden wissen, wo sie mit dem Fahrrad fahren werden.“ Für jeden Touren-Typ gibt es das passende Fahrrad.

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Das Citybike für die kleinen Fahrten auf städtischen Straßen, das Tourenrad für die längeren Strecken auf Straßen, das Treckingrad für die langen Fahrten, die auch mal durch den Wald führen können, und die Mountainbikes für die, die fast immer von der Straße abkommen.

Nach Vorlieben der Käufer entscheidet sich die Stärke des E-Motors und die Leistungsfähigkeit des Akkus. Die besten Akkus erlauben Tagestouren von bis zu 180 Kilometer.

Mit Volldampf den Berg hinauf

Und die stärksten Motoren haben eine Leistung von bis zu 75 Nm (Newtonmeter). „Mit so einem Motor fährt man lächelnd und mit Wind in den Haaren jeden Berg rauf“, verspricht Linn.

Dann muss der Markgraf-Kunde nur noch zum „Popo-Meter“, einem Gerät das das Gesäß ausmisst, um den passenden Sattel zu finden. und wenn man schon dabei ist, kann man auch noch einen Helm mitnehmen.

Trotz der Nachfrage gibt es noch keine Engpässe im Angebote. „Wir haben genug von allem“, verspricht Linn und bedankt sich bei seinen Kunden. „Beim Fahrradkauf in der Schlange zu stehen, ist ungewöhnlich, aber alle machen geduldig mit“.

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