Marienkrankenhaus will Besuchsverbot noch nicht aufheben

Corona-Maßnahmen

Das Schwerter Marienkrankenhaus hält am generellen Besuchsverbot fest. Minimale Lockerungen soll es trotzdem geben: Ausnahmen werden jetzt schneller genehmigt als vorher.

Schwerte

25.05.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der sonstigen Krankenwagen-Einfahrt hat das Marienkrankenhaus einen provisorischen Eingangsbereich mit drei verschiedenen Eingängen für Corona-Patienten, normale Sprechstunden-Patienten und Mitarbeiter gebaut.

In der sonstigen Krankenwagen-Einfahrt hat das Marienkrankenhaus einen provisorischen Eingangsbereich mit drei verschiedenen Eingängen für Corona-Patienten, normale Sprechstunden-Patienten und Mitarbeiter gebaut. © Reinhard Schmitz

Seit Wochen herrscht striktes Besuchsverbot in beiden Standorten des Marienkrankenhauses. Das soll auch nach Pfingsten größtenteils aufrecht erhalten bleiben. Während im Kreis Unna viele Krankenhäuser ab dem 2. Juni wieder Besucher zulassen, setzt die Schwerter Klinik weiter auf zurückhaltende Maßnahmen.

„Das Besuchsverbot auszusprechen, ist uns nicht leicht gefallen“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Beyer, „wir wissen, dass wir den Patienten, deren Freunden und Angehörigen, viel abverlangen.“ Die auf Kreisebene für Kliniken angedachte Regel, ab 2. Juni nachmittags pro Patient ab dem vierten Aufenthaltstag in der Klinik einen Gast für 30 Minuten zuzulassen, gilt in Schwerte dennoch nicht.

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In der Vergangenheit seien im Einzelfall schon immer Ausnahmen gemacht worden. „Deshalb gehen wir lieber den Weg aus der anderen Richtung. Generell sind weiterhin keine Besuche möglich. In begründeten Fällen entscheiden die behandelnden Ärzte und die Pflegeleitungen über Besuchsmöglichkeiten. Der Bedarf wird dann auch etwas großzügiger beurteilt“, verspricht Beyer.

100 Besucher gleichzeitig im Krankenhaus sind zu riskant

Die Ablösung des generellen Besuchsverbots hätte bedeutet, dass bis zu 100 Personen in einem festgelegten Zeitkorridor in das Krankenhaus drängen. Organisatorisch sei dies nicht zu managen. Warteschlangen würden entstehen und die Screenings der Gäste vor dem Zutritt viel Zeit kosten.

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Auch wären die Kontrollen auf Einhaltung der Abstandsregeln und der 30-minütigen Besuchszeit nicht möglich. „Covid 19 ist nicht überwunden. Das Risiko bleibt, und wir wollen unsere Patienten bestmöglich schützen. Deshalb lockern wir gerne in individuellen, begründeten Bedarfsfällen, bleiben aber lieber insgesamt vorsichtig und überlegen neu, wenn sich das Infektionsgeschehen wieder ändert“, setzt Jürgen Beyer weiter auf Sicherheit

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