Live-Ticker zur Hitze: Wo in Schwerte war es extrem warm? Wo war es noch erträglich?

Rekord-Dienstag

Schwerte schwitzte - 25. Juni, der heißeste Tag des Jahres 2019 sein. Wo war es besonders warm? Wo noch erträglich? Wer hatte welches Mittel gegen die Hitze? Das war unser Live-Ticker.

Schwerte

, 25.06.2019 / Lesedauer: 9 min

36 Grad waren angesagt. Aber wie wurde es wirklich? Und - ganz egal, ob nun 34 oder 38 Grad: extrem heiß ist extrem heiß. Wir haben die Menschen in Schwerte durch diesen Tag.

Hier können Sie den Live-Ticker noch einmal nachlesen

6 Uhr: Für den städtischen Bauhof beginnt die Schicht

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sind schon jetzt im Einsatz. Müllabfuhr, Gärtner und andere, die draußen arbeiten müssen, sollen schließlich nicht in die größte Hitze kommen, sondern dann schon Feierabend haben.

Wie Stadtsprecher Ingo Rous mitteilt, bekommen die Bauhof-Mitarbeiter im Sommer ohnehin kostenloses Mineralwasser gestellt.

7 Uhr: Maurer schon da - jetzt darf auch der Dachdecker ran

Material und Werkzeug hat er schon holen dürfen. Jetzt - um 7 Uhr - darf auch der Schwerter Dachdeckermeister Christian Schulz an seinen Arbeitsplatz, der heute hoch über dem Dortmunder Klinikviertel liegt. Vorher ist es ihm nicht erlaubt anzufangen.

Übrigens ist er nicht der Erste auf der Baustelle. Maurer beispielsweise dürfen schon um 6 Uhr anfangen. Und Industriedachdecker sogar um 5 Uhr.

Live-Ticker zur Hitze: Wo in Schwerte war es extrem warm? Wo war es noch erträglich?

Morgens ist es noch kühl: Dachdecker Christian Schulz (l.) und Maurer Sorin Mura auf einer Baustelle, auf der es das schwarze Dach am Mittag bis auf 70, 80 Grad schafft. © Björn Althoff

8 Uhr: Ein kurzer Schultag läuft - außer für die Oberstufe

Der Unterricht an den Grundschulen in Schwerte dauert am Dienstag und Mittwoch nur bis circa 11.30 Uhr. Danach gibt es hitzfrei, beziehungsweise: Dann dürfen die Schüler nach Hause, die keine Betreuung mehr brauchen und auch nach Hause dürfen. OGS-Betrieb ist natürlich auch an den heißesten Tagen des Jahres.

An den weiterführenden Schulen entfällt immerhin der Nachmittagsunterricht - zumindest für die Sekundarstufe I. Die Oberstufenschüler müssen bleiben. Immerhin regeln es die verantwortlichen Lehrer so, dass der Unterricht in den kühleren Räumen der Schulen stattfinden kann.

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9 Uhr: Smart Casual ist erlaubt in der Sparkasse

In den Banken und Sparkassen tragen alle Anzug und Krawatte, auch bei 40 Grad? Das ist nicht mehr so wie früher, erklärt Stefan Knoche von der Schwerter Stadtsparkasse. Seit Februar sei der Dresscode etwas gelockerter - und das sei natürlich auch bei den heißen Temperaturen wie jetzt gut. Selbst wenn es in den Kundenbereichen und den meisten Büros klimatisiert sei, so Knoche. Das Thermometer in seinem Büro zeigt 25 Grad an.

„Smart Casual“ heißt es jetzt. Die Krawatte kann der Mann weglassen. Im Kundenkontakt und nach Absprache mit den Kunden sei es auch möglich, das Jackett auszuziehen und nur im Kurzarmhemd weiterzumachen.

Und bei Frauen? „Das Knie muss umspielt sein“, erläutert Knoche.

9.30 Uhr: Für 14,50 Euro den ganzen Tag klimatisiert unterwegs


Ein Geheimtipp für alle, denen es zu heiß ist: Steigen Sie in die Bahn, zum Beispiel die nach Dortmund. Auch wenn es in den klimatisierten Abteilen kein Thermometer gibt – man fühlt direkt: Es ist locker 5 bis 10 Grad kälter als draußen.

Kostet allerdings was: Ein Tagesticket, mit dem Sie von Dortmund nach Schwerte und nach Dortmund und nach Schwerte und so weiter kommen, ist Preisstufe B. 14,50 Euro.

Wenn die Bahnen aber keine Verspätung haben und Sie geschickt sind, können Sie immer in Schwerte oder Aplerbeck-Süd von einem Zug in die Gegenrichtung umsteigen. Und am Dortmunder Hauptbahnhof bleiben Sie einfach sitzen. ;-)

10.15 Uhr: Im Elsebad sind Becken und Parkplatz schon recht voll

24,5 Grad kühl (oder warm) ist das Wasser - das steht im Eingangsbereich des Elsebads in Ergste. Am Beckenrand ist es deutlich wärmer. Im Badebereich hänge allerdings auch kein weiteres Thermometer, erläutert Dennis Holmer. Der 30-jährige Schwimmmeister steht auf der Empore über dem Becken und hat alles im Blick.

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Alles im Blick: Dennis Holmer, Schwimmeister im Elsebad. © Björn Althoff

Auch die Zahlen von Montag: 1844 Besucher - das liegt zwar noch unter dem bisherigen Jahresrekord, den es am Sonntag, 2. Juni, mit 2198 Besuchern gab. Aber doch deutlich über dem Normalmaß - wenn es denn sowas in einem Freibad überhaupt geben kann.

Als grobe Richtschnur nennt Holmer: An einem bewölkten Tag mit 24 Grad liege der Wert bei 500 bis 800. Am Dienstag hingegen zeichne sich da deutlich mehr ab: Schon beim Frühschwimmen zwischen 5.30 und 8.30 Uhr sei es voller gewesen als sonst.

Die anderen aktuellen - und selbstgezählten Werte: knapp 100 Schwimmer im Becken, 16 Fahrräder, 5 Roller oder Motorräder davor und knapp 10 freie Parkplätze für Autos. Allerdings, so heißt es von den Ehrenamtlichen, das könnte auch einer dieser Tage werden, an denen viele kommen und zwei Stunden später wieder fahren, sodass man kein Parkchaos habe wie an extrem vollen Wochenenden.

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So stand es am Dienstagvormittag im Elsebad... © Björn Althoff

10.25 Uhr: Mal ein kurzer Blick nach Norwegen

Thomas Kuhnert berichtet uns gerade über Facebook von einem kühleren Ort: „Wir sind gerade in Norwegen und haben 10 Grad hier oben.“

In der Redaktion ist man (bisher) noch überzeugt: So kalt wollen wir es heute nicht haben.

10.45 Uhr: Kostenloses Mineralwasser für die Stadt-Mitarbeiter

Wer früher kommt, kann schneller nach Hause - das gilt auch im Rathaus. Dort gibt es Gleitzeit, und je heißer es ist, desto mehr Mitarbeiter würden davon Gebrauch machen, unterstreicht Stadtsprecher Ingo Rous.

Allerdings weist Christian Struwe vom Personalamt darauf hin: Eine Mindestbesetzung in den Ämtern müsse schon vor Ort sein.

Sowohl in den Amtsstuben als auch in der Feuerwehrwache gibt es übrigens kostenloses Mineralwasser für die Mitarbeiter.

11.15 Uhr: Selbst tief im Ergster Wald wird es heiß

31 Grad zeigt das Außenthermometer im Auto von Schwertes Förster. Andreas Weber ist gerade im Wald und freut sich: „Hier oben ist es gerade sehr windig, das ist angenehm.“

Auch im Wald sei es bei der Hitze so: Die Arbeiter fangen früh an und gehen früh nach Hause. Weber erinnert sich an 2018, als nach dem Sturm Friederike viel Holz aufgeschichtet und abtransportiert werden musste. Auch da habe man ab mittags nicht mehr richtig arbeiten können.

„Aber der beste Ort ist heute für mich das Auto mit Klimaanlage“, so Weber.

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Im Wald ist es kühler: Schwertes Förster Andreas Weber bei der Arbeit. © Bernd Paulitschke

11.45 Uhr: Es wird heißer - Tipps vom Schwerter Chefarzt

Dr. Thomas W. Spahn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Marienkrankenhaus Schwerte, verrät fünf Regeln für Sport bei Hitze:

  • Limit senken: Durch die Hitze schlägt das Herz bei gleicher Trainingsintensität bis zu 20 Schläge schneller als an kühleren Tagen. Liegt der Puls etwa zehn Schläge über dem üblichen Level, sollte man sich bremsen. Wichtig: Bei Muskelkrämpfen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche oder Übelkeit das Training sofort abbrechen, einen kühlen Ort aufsuchen und viel trinken.
  • Flüssigkeitsbilanz verbessern: Das Schwitzen hat einen Nachteil: Schon ab einem Wasserdefizit von zwei Prozent des Körpergewichtes drohen Leistungseinbußen. Während des Trainings sollte alle 15 Minuten etwa hundert Milliliter in kleinen Schlucken getrunken werden.
  • Ozonwerte checken: Mit der Temperatur kann die Ozonkonzentration in der Atemluft steigen. Das Gas ist schädlich, schränkt die Lungenfunktion ein, reizt die Schleimhäute und kann Kopfschmerzen auslösen. Ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft (angegeben als µg/m³) sollte nur noch locker trainiert werden, ab 360 µg/m³ auf Aktivitäten im Freien gar nicht mehr. Die Werte findet man im Internet.
  • Vermeidungstaktik anwenden: Am simpelsten lassen sich sportlichen Trainingsrunden durchziehen, wenn man Sonne, Hitze und erhöhten Ozonwerten konsequent aus dem Weg geht. Also nicht in der prallen Mittagssonne sporteln, sondern auf schattige Trainingstrecken, in den Wald oder die kühleren Morgen- und Abendstunden ausweichen.

12.15 Uhr: 55 Grad neben dem Dönerspieß - warmer Tee hilft

„55 Grad Höchsttemperatur“, die sind direkt am Drehspieß heute keine Seltenheit, sagt Muammerd Aydin vom Efes-Grill in der Schwerter Innenstadt. Gegen die starke Hitze hat er sich extra gewappnet. Seit 9.30 Uhr läuft der Ventilator hinter dem Tresen. Das Trinkwasser für sich und seine Mitarbeiter hat er aber nicht kalt gestellt, sondern lagert es bei Zimmertemperatur: „Dann schlägt der Körper beim Trinken nicht sofort Alarm.

Das ist in heißen Ländern ganz normal, da wird bei solchen Temperaturen schließlich auch warmer Tee getrunken“, verrät Aydin. Die heißen Temperaturen machen dem Gastronom trotzdem zu schaffen: „Gegen mittags kommen bei diesem Wetter weniger Leute.“

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Muammerd Aydin am Drehspieß im Efes Grill. © Lino Wendhof

12.45 Uhr: Eistee einfach selber machen, auch in einer speziellen Variante

„Ich bin zum Glück heute nicht auf der Sonnenseite“, sagt Dieter Glasmacher vom kleinen Teeladen an der Mährstraße. Dass Glasmacher mit Tee ein traditionelles Heißgetränk verkauft, stört ihn heute nur wenig. Schließlich könne man den ja auch ganz einfach zu Eistee umfunktionieren: „Dafür braucht man die dreifache Menge, am besten Früchtetee. Den lässt man dann fünf Minuten ziehen und füllt damit zur Hälfte einen Krug. Für die andere Hälfte gibt man Eiswürfel hinzu.“

Für die Grillparty am Abend verrät Glasmacher noch eine Variante: „Ein bisschen weniger Eiswürfel hinzugeben, dafür einen Sekt. Dann hat man einen Longdrink, denn bekommt man sonst nicht“.

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Dieter Glasmacher vom Kleinen Teeladen in der Schwerter Innenstadt. © Lino Wendhof

13 Uhr: Erfrischung aus dem Schlauch für die Grundschüler

Auch an der Friedrich-Kayser-Schule ist es heiß. Aber dort hieß es: „Wasser marsch statt Hitzefrei“. Schulleiterin Sabine Jost freut sich: „Unser Hausmeister Ewald Hylla sorgt für eine tolle Erfrischung!“

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So war es an der FKS. © Friedrich-Kayser-Schule

13.20 Uhr: Zurück zum Dachdecker - So langsam streikt das Handy

Auch wenn Dachdecker Christian Schulz kein Thermometer bei sich hat - er weiß: Die schwarzen Pappen können sich auf bis zu 70 oder 80 Grad Celsius aufheizen.

Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es viel zu heiß ist: „Die Handys gehen irgendwann einfach aus.“

Und - auch das sagt Schulz: „Bis zu 6 Liter kannst du hier oben an so einem Tag trinken, ohne zwischendurch aufs Klo zu müssen.“

13.45 Uhr: Motivationsarbeit bei Fitnesstrainern und Postboten

Die Klimaanlage läuft schon mal im Schwerter Fitnessstudio Terra Sports. Kunden schwitzen zu dieser Zeit aber noch nicht an den Geräten. „Manchmal ruft der ein oder andere bei diesem Wetter an und möchte seinen Termin absagen. Da muss ich auch mal Überzeugungsarbeit leisten“, sagt Jenny Mersmann. „Wir motivieren viele, dann doch noch zu kommen. Schließlich haben wir hier konstant gekühlte Räume“.

Sportlich unterwegs ist auch Daniel Kania. Sein Arbeitsplatz ist heute besonders schweißtreibend: Der Postbote schwingt sich zum Austeilen trotzdem gerne auf sein Fahrrad. „Viel trinken und eine Kappe auf, dann wird das schon“, schmunzelt Kania. „Und ansonsten habe ich immer ein bisschen Kleingeld für den Kiosk in meiner Hosentasche dabei“.

14 Uhr: Noch weniger als 35 Grad - zumindest im Schatten am Postplatz

Wie heiß wird es denn nun? So langsam müssten die Höchsttemperaturen erreicht sein. Bei Brillen Rottler an der Ecke Postplatz/Eintrachtstraße müssen wir nicht einmal unser Thermometer auspacken. Dort hängt schon eins. Und es zeigt an: fast 35 Grad im Schatten, aber eben bisher nur fast.

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Im Schatten sind es noch weniger als 35 Grad - so steht es bei Brillen Rottler am Postplatz. © Aileen Kierstein

14.05 Uhr: Vor dem Bahnhof ist die 36 geknackt

Ein paar Meter weiter ist die Prognose von 36 Grad dann eingetreten. Vor dem Bahnhof misst unsere Redakteurin Aileen Kierstein diesen Wert.

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36 Grad vor dem Schwerter Bahnhof - so war es am Dienstagnachmittag. © Aileen Kierstein

14.15 Uhr: Ist es eigentlich schon zu heiß für Eis?

Muskelkater habe er noch keinen, vom vielen Kugeln-Formen, sagt Tarcisio Piccin, von der Eisdiele Venezia in der Schwerter Innenstadt: „Das ist Gewohnheitssache, wie bei jeder Arbeit“. Die Temperaturen sind ihm aber trotz Kühlung hinter seiner Theke zu heiß: „25 bis 28 Grad sind perfekt zum Eisverkaufen. Dann kommen mehr Kunden.“

Die würden die Mittagshitze nun eher scheuen, berichtet Piccin. Davon ist an den prall gefüllten Plätzen vor der Eisdiele in der Hüsingstraße gerade noch nichts zu sehen. Der Eisverkäufer verrät noch seine Lieblingskombination, für sommerliches Wetter: „Nuss- und Erdbeereis mischen. Das ergänzt sich geschmacklich gut“.

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Melone fast ausverkauft, Kaffee noch da - so sah es am frühen Nachmittag aus in der Kühltheke des Eiscafés Venezia. © Lino Wendhof

14.45 Uhr: Wie bereitet sich eigentlich die Gastronomie vor?

Stellvertretend antwortet Tobias Bäcker, Chef der Rohrmeisterei: Man habe im Vorfeld schon mehr Getränke geordert als üblich. „Die Mitarbeiter dürfen auch ein wenig leichtere Bekleidung tragen als ansonsten“, so Bäcker weiter.

Zur Hitze passt es übrigens gut, dass die Rohrmeisterei derzeit an einer Außenkühlanlage arbeitet. Aber selbst, wenn die fertig ist: Sie ist nur für Lebensmittel gedacht, nicht für die Mitarbeiter.

Die Rohrmeisterei ist nun einmal ein alter Backsteinbau. Eine Klimaanlage könnte man hier gar nicht einbauen.

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Tobias Bäcker vor einer der altehrwürdigen Rohrmeisterei-Wände. © Foto: Bernd Paulitschke

15.30 Uhr: Ha, liebe Partnerstädte, Schwerte ist eindeutiger Spitzenreiter

So warm bzw „kalt“ ist es heute in Schwertes Partnerstädten:

  • Béthune, Frankreich: 29 Grad und teilweise bewölkt
  • Cava de‘ Tirreni, Italien: 31 Grad und überwiegend sonnig
  • Hastings, Großbritannien: 23 Grad und überwiegend bewölkt
  • Leppävirta, Finnland: 16 Grad mit leichten Regenschauer
  • Nowy Sacz, Polen: 30 Grad und überwiegend sonnig
  • Allouagne, Frankreich: 29 Grad und zum Teil bewölkt
  • Pjatigorsk, Russland: 32 Grad und überwiegend sonnig
  • Violaines, Frankreich: 31 Grad und teilweise bewölkt
  • Labuissière, Frankreich: 29 Grad und zum Teil bewölkt

Und, liebe Partnerstädte, wer ist da Spitzenreiter? Na? Richtig: wir.

16.15 Uhr: Rekord-Wasserverbraucht aber Versorgung ist gesichert.

Der Sommer 2018 ist uns als Rekord-Hitze-Dürre in Erinnerung geblieben. Am 27. Juni 2018 verbauchten die Schwerter 8900 Kubikmeter Wasser, so die Wasserwerke Westfalen auf Anfrage. Doch bereits jetzt stellt 2019 sein Vorjahr in den Schatten. Am Montag, 24. Juni 2019, gingen 9000 Kubikmeter durch die Rohre. An einem durchschnittlichen Tag liegt der Verbrauch bei 6800 Kubikmetern.

Die Wasserversorgung ist übrigens gesichtert. Die Möhnetalsperre ist zu 93 Prozent gefüllt, dass sind 10 Millionen Kubikmeter mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr.

16.30 Uhr: Und so heiß waren die letzten Sommer im Vergleich zu 2019...

Ganz Schwerte schwitzt. Die vom Deutschen Wetterdienst ausgesprochene amtliche Hitzewarnung ist auch für unsere Stadt noch aktiv. Anders sieht es mit der Belastung durch UV-Strahlen aus: Hier warnt der DWD lediglich im Süden Deutschlands vor erhöhten Werten.

Die Wettervorhersage für Schwerte gibt auch für die nächsten Tage wenig Hoffnung auf Abkühlung: Weiterhin heiß, bei Temperaturen um 30 Grad. Da stellt sich schnell die Frage... War das schon immer so?

Hier sind die Rekordhalter unter den heißesten Junimonaten der letzten 20 Jahre, in und um Schwerte:

Platz 3: Juni 2017 mit mittleren 18,7 Grad Celsius.

Platz 2: Juni 2003 mit mittleren 19,0 Grad Celsius.

und auf...

Platz 1: Juni 2019 mit aktuell mittleren 19,1 Grad Celsius.

Sofern uns bis Ende des Monats keine spontane kleine Eiszeit droht, ist dieser Sommer ein Rekord-Sommer!

17.05 Uhr: Bisher waren schon 1700 Besucher im Elsebad

Voll ist es im Elsebad: Mehr als 1700 Besucher zählte das Team bis 17 Uhr. Und Betriebsleiter Mohammad Ansari schätzt, dass die 2000er-Marke bis zum Kassenschluss um 19.30 Uhr noch überschritten wird.

Neben Ansari sind drei weitere Schwimmmeister im Einsatz. Sie haben nicht nur das 50 mal 16 Meter große Hauptbecken im Blick, sondern auch die Wiese. Dort herrscht absolutes Rauchverbot.

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17 Uhr - und noch immer zeigt das Thermometer mehr als 35 Grad an. © Björn Althoff

Die allermeisten Parkplätze am Elsebad sind dicht, die Straße ebenso. Aktueller Fahrrad-Stand: um die 100. Es mache sich halt deutlich bemerkbar, wenn die Schüler hitzefrei hätten, so die Verantwortlichen. Und erst recht, wenn die Kinder und Jugendlichen auch keine Hausaufgaben machen müssten.

Bis auf kleinere Verletzungen blieb es bis 17.15 Uhr übrigens ruhig. Und Ansari hofft, dass das auch so bleibt.

17.30 Uhr: Auf und an der Ruhr lässt es sich aushalten

Hier ließ es sich aushalten: Kanu-Trainerin Andrea Adrian und Mutter Nadine Nitschke schauten, wie der KVS-Nachwuchs auf der Ruhr unterwegs war. Die Beine ließen sie ins 25 Grad kalte Wasser baumeln. Die jungen Sportler machten sich auffällig oft nass...

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Hier ließ es sich aushalten: Kanu-Trainerin Andrea Adrian und Mutter Nadine Nitschke schauten, wie der KVS-Nachwuchs auf der Ruhr unterwegs war. © Björn Althoff

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