Kröten wandern durch Schwerte: Autofahrer müssen an mehreren Straßen besonders aufpassen

Krötenwanderung

Nachts ist wieder einiges los auf den Straßen. Die Kröten wandern zu ihren Laichgebieten. Dafür wird die Lichtendorfer Straße zeitweise gesperrt. Auch woanders sind die Tiere unterwegs.

Schwerte-Ost, Schwerte

12.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zum Schutz der Kröten, die zu ihrem Laichgewässer wandern, bleibt die Lichtendorfer Straße im Bereich des Gehrenbachsees nachts von 19 bis 7 Uhr für die Durchfahrt gesperrt.

Zum Schutz der Kröten, die zu ihrem Laichgewässer wandern, bleibt die Lichtendorfer Straße im Bereich des Gehrenbachsees nachts von 19 bis 7 Uhr für die Durchfahrt gesperrt. © Foto: Reinhard Schmitz (A)

Alle Jahre wieder gehen Kröten auf Wanderschaft. Die Amphibien wollen sich fortpflanzen, und dafür suchen die Weibchen den Tümpel auf, an dem sie selbst geschlüpft sind.

Das wird in diesem Frühjahr auch wieder in Schwerte-Ost der Fall sein. Deshalb ist die Lichtendorfer Straße im Bereich des Gehrenbach-Stausees temporär voll gesperrt.

Weil Kröten gerne nachts zu ihren Laichgebieten wandern, vollzieht sich die Sperrung in der Zeit von 19 Uhr am Abend bis 7 Uhr in der Früh. Die erste Vollsperrung erfolgt am 12. März (Donnerstag), die letzte ist für den 16. April vorgesehen. Darauf macht die Stadtverwaltung Schwerte aufmerksam.

Männchen lassen sich huckepack tragen

Übrigens: Die Geschwindigkeit der wandernden Kröten beträgt rund 600 Meter pro Tag. Insgesamt legen die Weibchen bei ihrer Wanderung eine Strecke von bis zu fünf Kilometern zurück. Die zierlicheren männlichen Kröten lassen sich dabei meist huckepack von den Weibchen tragen – manchmal schleppt eine Krötendame sogar mehrere Männchen.

Tierschützer der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (AGON) in Schwerte appellieren an die Autofahrer, im besagten Zeitraum außerhalb der Sperrzeiten besonders umsichtig und aufmerksam zu fahren.

Auch am Bergerhofweg in Schwerte-Mitte hat die Krötenwanderung schon begonnen. Auch hier sind Autofahrer angehalten, besonders vorsichtig zu fahren.

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