Investor und Planer stellten Einkaufszentrum vor

HOLZEN 131 Kunden pro Stunde sollen den Parkplatz des geplanten Einkaufszentrums am Rosenweg in Holzen ansteuern.

von Von Heiko Mühlbauer

, 24.07.2008, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sollen die beiden Baukörper am Rosenweg aussehen. Oben rechts ist die Einmündung Friedrich-Hegel-Straße. Die Zufahrt zum Einkaufszentrum ist rechts nach der ersten Parkreihe geplant.

So sollen die beiden Baukörper am Rosenweg aussehen. Oben rechts ist die Einmündung Friedrich-Hegel-Straße. Die Zufahrt zum Einkaufszentrum ist rechts nach der ersten Parkreihe geplant.

Diese Zahl aus dem Verkehrsgutachten ist aus der Sicht so mancher Nachbarn besorgniserregend. Denn vor allem das Thema Verkehr bewegte jene Anwohner, die zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung gekommen waren. Viele waren es allerdings nicht. Rund 30 Interessierte kamen in den Saal der Christophorus-Gemeinde am Rosenweg, um Investor Bernhard Röllinghoff und Planer Rainer Schürmann fragen zu stellen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Grabelandes plant der Investor ein Einkaufszentrum. Ein Lebensmittelmarkt mit 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein Discounter mit 800 Quadratmetern sollen an den beiden enden eines Parkplatzes mit rund 160 Stellplätzen entstehen. Die Anfahrt ist vom Rosenweg her geplant.

Der Lebensmittelmarkt soll von Edeka angemietet werden. "Der Mietvertrag liegt bei Edeka vor", so Röllinghoff. Für den Discounter hat er noch keinen Mieter. Der Umzug eines Anbieters aus der Innenstadt, wie es von seiten der Stadt gewünscht wird, hält der Investor für unwahrscheinlich.

Sorgen haben manche Anwohner nicht nur wegen des gesteigerten Verkehrsaufkommens, sondern auch wegen der Anlieferung. "Die LKW fahren ja früh morgens oder spät abends", so eine Anwohnerin. "Zum Verkehrslärm sei ein Schallschutzgutachten in Auftrag gegeben", so Planer Schürmann. Wenn das fertig sei, könne man auf dieser Basis Schallschutzmaßnahmen planen. Wie die aussehen könnten, blieb ungewiss.

Eine Absage erteilte Investor Röllinghoff einer Verlegung der Einfahrt. Einen Zuweg von hinten über die ehemalige Straße der Nickelwerke sei für jeden potentiellen Mieter ein K.O.-Kriterium. Die Forderung, die Ausgleichpflanzungen in den westlichen Bereich des ehemaligen Grabelandes zu verlegen, scheitere nicht an ihm, sondern an den Nickelwerken, die andere Pläne mit dem Grundstück hätten.

Welche das sein könnten, blieb fraglich. Denn fest steht: Dieses Areal ist laut Flächennutzungsplan Grünfläche. "Und das kann nur der Rat ändern", so Bauamtsleiter Günter Baumeister. hm

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