Die Müllabfuhr in Schwerte findet statt. Allerdings nicht überall. © picture alliance/dpa
Wintereinbruch

Infos zur Müllentsorgung in Schwerte: Verzögerungen bei Abholung der Wertstofftonnen

Müllabfuhr bei Eis und Schnee? Gar nicht so einfach. Die Stadt hat die Abfuhr der Biotonnen eingestellt. Und auch bei der für die Wertstofftonnen zuständigen GWA gibt es weiter Probleme.

Update Freitag (12.2.) 15.45 Uhr:Bei der GWA, die in Schwerte für die Abfuhr der Wertstofftonnen zuständig ist, gibt es weiter Probleme. Wie ein Leser am Freitagmorgen der Redaktion berichtete, wurden Wertstofftonnen an der Straße Heidekamp, deren Abfuhrtermin eigentlich am Dienstag war und die am Mittwoch nachgefahren werden sollten, noch nicht abgeholt.

Ein Pressesprecher der GWA Kreis Unna, bestätigte am Freitagmittag: „Am Heidekamp wurden die Tonnen erst heute geleert, weil die Straße vorher einfach nicht geschafft wurde.“ Er bittet um Verständnis. „Bei diesen Verhältnissen dauern die Leerungen länger und manchmal schaffen wir Straßen auch einfach nicht mehr. Wir müssen auf Arbeitszeiten und Arbeitsschutz Rücksicht nehmen.“ Am besten sei es, die Tonnen bei widrigen Umständen einfach noch länger stehen zu lassen.

Außerdem weißt der Sprecher nochmal darauf hin: „Die Tonnen müssen so stehen, dass wir sie auch erreichen können. Wir können die Tonnen nicht über Schneeberge drüberheben.“ Auch gebe es nach wie vor Straßen, die aus Verkehrssicherheitsgründen nicht abgefahren werden könnten. Bei Tonnen, die endgültig stehen geblieben sind, gibt er den Tipp: „Wir bitten in solchen Fällen darum, gegebenenfalls den Müll in den Tonnen etwas zu pressen. Es handelt sich bei der Wertstofftonne ja größtenteils um volumenhaltiges Material. So könnte das Volumen der Mülltonnen auch einmal bis zur nächsten Leerung reichen.“

Update Mittwoch (10.2.) 15.03 Uhr:

Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen ist die Leerung der Biomülltonnen nicht mehr möglich. Das teilt die Stadt am Mittwoch mit. „Die Abfuhr der Biotonnen ist eingestellt worden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Biotonnen seien bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich mittlerweile nicht mehr entleerbar. „Da in den nächsten Tagen keine entscheidende Temperaturänderung zu erwarten ist und die Biogefäße jahreszeitbedingt in der Regel nicht voll sind, ist auch eine nachträgliche Entleerung nicht geplant.“

Die Stadt bitte um Verständnis und weist darauf hin, dass andere Müllgefäße, die aufgrund der Witterung noch nicht abgeholt werden konnten, weiterhin bereitgestellt bleiben sollen, da sie schnellstmöglich nachgefahren werden.

Der ursprüngliche Text, Dienstag (9.2.) 17.05 Uhr:

Schneefall sorgte am Wochenende und auch am Montag und Dienstag für starke Beeinträchtigungen besonders auf den Straßen. Schneeschippen wurde für viele Hausbesitzer zur neuen Freizeitbeschäftigung. Aber wie sieht es mit der Müllabfuhr aus? Zumindest in Teilen von Schwerte sollte am Montag (8.2.) der Biomüll abgefahren werden.

Eine Leserin schildert: Die Müllabfuhr kam, es gab allerdings ein ganz anderes Problem. „Die Müllabfuhr war hier, allerdings hat man die Tonne wieder voll hingestellt“, erzählt sie. Das Problem: Der Biomüll war festgefroren.

Müllwagen kommen nicht überall hin

Und wie sieht es im Rest von Schwerte aus? Dort, wo es möglich war, sei der Müll auch abgefahren worden, so Stadtpressesprecher Ingo Rous auf Anfrage. „Es gibt aber Straßen, die einfach ein gewisses Gefahrenpotenzial mit sich bringen, wo die Müllwagen wegrutschen könnten“, so Rous. Als Beispiele nennt der Pressesprecher die Straße Am Uhlenhorst in Villigst und die Straße Im Gässchen in Westhofen.

In diesen und anderen Straßen seien die Tonnen deshalb stehen geblieben. „Die werden aber nachgefahren. Einen Termin dafür können wir allerdings noch nicht nennen“, erklärt Rous. Wessen Tonne nicht abgeholt worden sei, der solle sie einfach stehen lassen. „Wir haben diese Straßen im Blick und wenn es möglich ist, wird der Müll abgeholt.“

Dasselbe gilt für die Müllabfuhren in der restlichen Woche. „Im Augenblick läuft alles nach Plan, außer in den Straßen, in denen die Gefahr zu groß ist.“

GWA nennt Nachholtermine

Doch für die Müllabfuhr ist nicht nur die Stadt zuständig. Während sich der Baubetriebshof um Biomüll, Restmüll, Papiermüll und Sperrgut kümmert, ist die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna (GWA) für die gelbe Wertstofftonne zuständig.

Auch hier gab es Probleme bei der Abfuhr. „Die Müllfahrzeuge der GWA können auch am Dienstag (9.2.) nicht fahren. Die Straßenverhältnisse lassen das leider nicht zu“, heißt es auf der Homepage. Betroffen davon ist auch Schwerte.

Nachholtermine für ausgefallene Touren in Schwerte sind bei der GWA bereits gefunden: „Der Bezirk 9 vom Dienstag wird am Mittwoch (10.2.) nachgefahren, zusammen mit den Bezirken 4 und 6b, die planmäßig am Mittwoch abgefahren werden.“

Am Donnerstag und Freitag soll laut GWA alles planmäßig abgefahren werden. „Die am Montag ausgefallene Leerung in Bezirk 7 wird am Samstag (13.2.) nachgeholt.“

Die GWA bittet in einer Pressemitteilung um Verständnis dafür, dass „nicht jede Nebenstraße mit den Müllwagen befahren werden kann“. Auch sie weist darauf hin, dass Straßen mit Steigung oder Gefälle sehr wahrscheinlich nicht angefahren werden können.

Bürger können helfen

Zudem gibt die GWA Hinweise, wie Bürger die Entsorger unterstützen können:

  • Da die Müllfahrzeuge dauerhaft im stop-and-go-Betrieb fahren und das jeweilige Anfahren bei glatten Straßen große Probleme verursacht, wird gebeten, genügend Abstand zu den Müllfahrzeugen zu lassen.
  • Die Abfallgefäße sollen an der nächstmöglichen geräumten Straße zur Leerung bereit stehen.
  • Damit der Behälterstellplatz so einfach wie möglich erreicht werden kann, sollte der Raum zwischen Straße und Gehweg weitgehend von Schnee und Eis befreit sein. (Die Müllwerker können die Abfallgefäße leider nicht über Schneehaufen heben. In diesem Fall könnten Behälter ungeleert stehen bleiben.)

Biomüll in Papier einwickeln

Und einen Tipp gegen festgefrorenen Müll in der Mülltonne hat Ingo Rous noch: „Biomüll sollte am besten in Papier eingewickelt werden. Dann ist die Gefahr auch geringer, dass er festfriert.“

Wenn das Problem des festgefrorenen Mülls auftrete, könne beim Baubetriebshof im Einzelfall entschieden werden, ob noch mal abgefahren wird.

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