12- bis 15-Jährige können sich jetzt nicht mehr nur beim Kinderarzt, sondern auch im Impfzentrum gegen das Coronavirus impfen lassen. © picture alliance/dpa
Covid-19

Impfungen für Kinder und Jugendliche bald im Impfzentrum Unna möglich

Bei Kinderärzten war bereits eine Impfung gegen das Coronavirus bei Zwölf- bis 15-Jährigen möglich. Das Impfzentrum Unna folgt nun einem Erlass der Landesregierung und impft künftig auch Kinder – jedoch nicht sofort.

Werden Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren geimpft, besteht ein besonderer Beratungsbedarf. Künftig sollen Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin diesen Part im Impfzentrum Unna übernehmen.

Man werde ab Freitag, 30. Juli, auch dort dieses Angebot machen können, bestätigte Volker Meier, Pressesprecher der Kreisverwaltung, auf Nachfrage. Die allgemeinen Öffnungszeiten des Impfzentrums blieben bestehen.

Kinderärzte beraten Eltern und Kinder

Ob es für die Impfung von Kindern und Jugendlichen besondere Zeitfenster geben werde, müsse noch festgelegt werden und werde vor dem Start der Kinder-Impfungen noch mitgeteilt.

Dr. Thomas Huth, einer der Leiter des Impfzentrums des Kreises, begrüßt diese Ausweitung der Impfmöglichkeiten für jüngere Schülerinnen und Schüler. Die Allgemeinmediziner im Impfzentrum hätten die Anwesenheit von Kinder- und Jugendärzten ausdrücklich zur Bedingung gemacht. Die Spezialisten könnten Eltern und Kinder fachgerechter über die Impfung und eventuelle Nebenwirkungen beraten, so Huth.

Bislang empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut die Impfung gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausschließlich bei Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen oder bei einem regelmäßigen Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko schwerer Krankheitsverläufe, die selbst nicht geimpft werden können. Gemäß Stiko können Kinder und Jugendliche auch nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz eine Impfung erhalten.

Impfzentrum hat Kapazitäten für Kinder frei

Diese strikten Regeln sollen laut Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums von Donnerstag auch bei den Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche in den Impfzentren beachtet werden.

Die Kapazitäten im Impfzentrum seien auf jeden Fall da, sagt Dr. Thomas Huth. Aktuell sind nur noch drei von fünf Impfstraßen aktiv, weil weniger Impfwillige kommen. Zusätzliche Impfungen von Kindern und auch weitere angekündigte Impfungen durch Betriebsärzte seien daher unproblematisch in Unna möglich.

Die Impfzentren will die Bundesregierung nach jetzigem Stand bis zum 30. September betreiben. Es sei derzeit offen, ob sie über diesen Termin hinaus doch noch weiter bestehen bleiben müssen, so Huth.

Entscheidend werde sein, wie schnell Antikörper nach vollständiger Impfung oder Genesung abgebaut sind. Man werde auf Studien warten müssen, ob und wann Auffrischungsimpfungen notwendig werden.

Über den Autor
Redaktion Fröndenberg
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Marcus Land

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