Im Elsebad gibt es kein schlechtes Wetter

ERGSTE Ein grünes Handtuch schmiegt sich an die weiße Bank am Beckenrand – Ernst Loebel sitzt trocken und bequem. „Nein, es ist nicht kalt. Ich bleibe hier.“ Er gehört zu den 100 bis 200 Schwimmern, die bei jedem Wetter ins Elsebad gehen.

von Von Anne Petersohn

, 23.07.2008, 07:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anke Klein schwimmt bei jedem Wetter.

Anke Klein schwimmt bei jedem Wetter.

Das Wetter spielt für den Dortmunder keine Rolle. Er fährt jeden Tag ins Elsebad – auch ohne Sonnenschein, genau wie die anderen treuen Schwimmer. 100 bis 200 Besucher kommen täglich, selbst bei Regen. Sie ziehen ihre Bahnen und machen sich dann gleich wieder auf den Heimweg. Oder bleiben ein wenig länger, wie Ernst Loebel. „Nach dem Schwimmen brauche ich Zeit, um mich zu entspannen.“ Dann sitzt Loebel auf seiner Bank, vor dem Fenster mit den blauen Läden, und „genießt die Landschaft“. Oder plaudert mit Bekannten – wie mit Elsebad-Geschäftsführer Dieter Requardt, der zwischendurch auf der Bank Platz nimmt. Ernst Loebel kennt hier fast alle. „Es sind immer die gleichen Gesichter.“

Gerade einmal sechs Besucher sind an diesem verregneten Mittag im Wasser. Jeder schwimmt in seiner Bahn – viele folgen einem strikten Zeitplan. „Ich schwimme immer genau 1000 Meter“, sagt Ernst Loebel. Das Elsebad schätzt er wegen seiner idyllischen Lage – und wegen des beheizten Beckens. „Da stimmt die Temperatur – immer genau 24 Grad.“ Auch die anderen Schwimmer sind treue Elsebad-Anhänger. Anke Kleins tägliches Schwimm-Pensum liegt bei 50 Bahnen. „Ich finde das Bad einfach schön“, sagt sie, „und ich freue mich, dass man niemals vor verschlossener Tür steht.“

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