Hellpothstraße: Füße, Pfütze oder Pforte an der Helle

Schwerter Straßennamen

Füße, Pfütze oder Pforte an der Helle - zur Bedeutung der Hellpothstraße gibt es verschiedene Ansätze. Aber was genau ist beziehungsweise war die Helle? Antworten gibt es in unserer Serie zu den Schwerter Straßennamen.

SCHWERTE

09.08.2013, 06:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Fachwerkhäuser säumen die Hellpothstraße in der Altstadt, die Brück- und Ostenstraße verbindet.

Viele Fachwerkhäuser säumen die Hellpothstraße in der Altstadt, die Brück- und Ostenstraße verbindet.

Hintergrund
In dieser Serie spüren wir der historischen Bedeutung der Namen von Schwerter Straßen nach. Dabei legen wir die Ergebnisse der Forschungen zu Grunde, die der ehemalige Stadtbauingenieur Heinrich Gillkötter vor über 50 Jahren veröffentlicht hat. Zudem half Frank Wiedenbruch mit seiner Straßennamen-Sammlung. Weitere Anregungen kamen von Bernd Droll und Herbert Dieckmann.

Ganz eindeutig ist die Herkunft der Bezeichnung "Hellpothstraße" nicht. Hobby-Heimatforscher Frank Wiedenbruch führt verschiedene Erklärungen auf: Zum einen wird der Name als „To Pothen ter Helle“ (zu Füßen der Helle), zum anderen als Hellpothe (Hellpfütze oder ehemaliger Burggraben der Burg Helle), auch als Hellpurte (Hellpforte) interpretiert. Für die Pfütze spricht die Schilderung, die Hofrat Bährens in seinen Aufzeichnungen hinterlassen hat. „Die lange Straße vom Ostentor zur Mühle glich das ganze Jahr über einem stinkenden Teich voller Untiefen und hauchte Verderben aus“, schrieb er. Deshalb ging Heinrich Gillkötter in seiner in den 1950er-Jahren erschienenen Abhandlung über die Straßennamen Schwertes davon aus, dass es sich um eine Straße voller Wasserlachen handelte, die an der Helle vorbei führte.

„Es gibt aber auch die Deutung, dass der Straßenname vom Wort Hellpforte stammt“, so Wiedenbruch. Das bezog sich auf einen Vorbau der Burg Helle, das man in den 1920er-Jahren auf der gegenüberliegenden Straßenseite erkannt zu haben glaubte. Man vermutete hier ein weiteres Stadttor zwischen Burgtor und Ostentor.  

Hintergrund
In dieser Serie spüren wir der historischen Bedeutung der Namen von Schwerter Straßen nach. Dabei legen wir die Ergebnisse der Forschungen zu Grunde, die der ehemalige Stadtbauingenieur Heinrich Gillkötter vor über 50 Jahren veröffentlicht hat. Zudem half Frank Wiedenbruch mit seiner Straßennamen-Sammlung. Weitere Anregungen kamen von Bernd Droll und Herbert Dieckmann.

auf einer größeren Karte anzeigen

Lesen Sie jetzt