Auf dem Hundhausen-Gelände und vor dem Tor standen am Dienstagmorgen zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge. © Heiko Mühlbauer
Öl-Unfall

Großer Feuerwehreinsatz: Grund für den Ölunfall bei Hundhausen geklärt

5000 Liter Öl sind bei Hundhausen aus dem Kühlsystem eines großen Ofens ausgelaufen. Die große Sorge der Einsatzkräfte: Die Flüssigkeit könnte in die Kanalisation gelangen.

Um 8.13 Uhr am Dienstagmorgen (9.2.) ging die Meldung bei der Einsatzleitstelle der Feuerwehr ein. Ein Ölunfall in der Gießerei Hundhausen wurde gemeldet. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass rund 5000 Liter Kühlöl im Bereich des Kupolofens ausgelaufen waren, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Wilhelm Müller am Vormittag vor Ort. Das Öl habe sich auf einem Dach gesammelt.

Beschädigung an der Thermokühlung

Der Pressesprecher des Insolvenzverwalters von Hundhausen erklärte am Nachmittag in Abstimmung mit den Verantwortlichen des Unternehmens: Ein Schaden an dem „Heißwind-Kupolofen“ im Schmelzbetrieb sei die Ursache des Unfalls gewesen.

„Durch eine Beschädigung an der Thermokühlung des erst 2008 in Betrieb genommenen Ofens traten größere Mengen Thermoöl aus und sammelten sich unter anderem auf der Dachfläche des Schmelzbetriebes“, bestätigte der Sprecher per E-Mail.

Öl auf dem Dach mit Bindemittel abgestreut

„Wir haben das Öl auf dem Dach sofort mit Bindemittel abgestreut“, so Einsatzleiter Müller. Außerdem habe man mit sogenannten Sperrkissen dafür gesorgt, dass sich das Öl nicht in die Kanalisation ausbreiten kann.

Vorsorglich hatte man aber auch das Klärwerk vorgewarnt, denn dort würde das Öl aus der städtischen Kanalisation landen. Außerdem informierte man die Untere Wasserbehörde beim Kreis und auch die Bezirksregierung, die für die Kontrolle des Betriebes zuständig ist.

Der Beauftragte des Kreis machte sich noch am Vormittag vor Ort ein Bild. Da der Kreis allerdings für den Betrieb nicht zuständig ist, konnte er nur Teilentwarnung geben. Es sehe so aus, dass nur wenig oder gar kein Öl in die öffentliche Kanalisation gelangt sei.

Umweltschaden konnte verhindert werden

Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangte auch die Schwerter Feuerwehr. Und der Sprecher von Hundhausen erklärte schriftlich: „Nach ersten Untersuchungen der betrieblichen Verantwortlichen zusammen mit der Feuerwehr Schwerte, konnte ein Umweltschaden durch die umgehende Versiegelung des Abwasserkanals verhindert werden. Die Feuerwehr Schwerte ist vor Ort und überwacht die Situation. Die zuständigen Wasser- und Umweltbehörden wurden umgehend eingeschaltet.“

Zu einem Personenschaden sei es bei dem Unfall auch nicht gekommen. Später am Tag rückte eine Spezialfirma an, um das ausgelaufene Öl zu entsorgen.

Schadenshöhe ist noch nicht bekannt

Das Unternehmen betonte, die genaue Schadenshöhe sei noch nicht bekannt. Die Produktion solle nach umgehender Prüfung der Anlagen kurzfristig wieder in den Normalbetrieb übergehen. Was dem Sprecher des Insolvenzverwalters noch wichtig war: „Die Kundenversorgung ist gewährleistet. Der Schaden hat keinen Einfluss auf das im August 2020 eröffnete Insolvenzverfahren und die bevorstehende Übernahme durch die Beinbauer Group.“

Während der Arbeiten am Vormittag standen Sattelschlepper, die nicht auf das Betriebsgelände fahren konnten, am Rande des Holzener Wegs. Die Straße blieb aber während des gesamten Einsatzes der Feuerwehr befahrbar.

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Redaktion Schwerte
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Heiko Mühlbauer

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