Baustelle in der Fußgängerzone: dm-Markt ist mit Gerüst umzingelt

dzEinkaufsstadt Schwerte

Diagonal gegenüber wächst der Neubau für das Café Extrablatt. Jetzt gibt es auf der anderen Seite der Hüsingstraße eine weitere Baustelle. Der dm-Markt ist ringsherum eingerüstet worden.

Schwerte

, 29.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Nadelöhr am Eingang zur Fußgängerzone ist noch ein Stückchen enger geworden. Während das Überqueren des Nordwalls vor der Baustelle für das künftige Café Extrablatt schon seit Monaten unmöglich ist, ist jetzt auch der verbliebene Ampel-Überweg auf der anderen Seite der Hüsingstraße schmaler geworden, weil dort das dm-Haus eingerüstet worden ist. Rot-weiß-rotes Flatterband versperrt den Durchgang zwischen den stählernen Streben auf dem Bürgersteig und zwingt Passanten zur Benutzung des ehemaligen Radwegs.

Das Gerüst bleibt voraussichtlich noch drei Wochen lang stehen

Doch nicht nur am Eingangsbereich des Geschäftshauses ist in den vergangenen Tagen das Gerüst aufgebaut werden. Es zieht sich rings um die Fassaden des Gebäudes, auch an der Seite zum Eiscafé Venezia hin. Und reicht über beide Etagen bis hinauf zum Dach, dessen Bereich durch eine Art Geländer gesichert ist.

„Hintergrund ist, dass am Dach des Gebäudes Sanierungsarbeiten durchgeführt werden“, erklärt Laura Grimm aus der dm-Pressestelle (Karlsruhe) auf Anfrage. Das Gerüst am dm-Markt an der Hüsingstraße 28 werde dafür voraussichtlich noch weitere drei Wochen stehen bleiben.

Auch an der Gebäudefront zum Eiscafé Venezia hin ist das Gerüst aufgebaut.

Auch an der Gebäudefront zum Eiscafé Venezia hin ist das Gerüst aufgebaut. © Reinhard Schmitz

Im Inneren war das Geschäftshaus bereits aufwendig modernisiert worden, bevor der Drogeriemarkt dm dort im März 2014 seine Filiale auf zwei Etagen eröffnet hatte. Dabei verschwand auch die Rolltreppe, die Vorbesitzer Horst-Jürgen Eisenmenger dort 1973 einbauen ließ. Der Textil-Kaufmann hatte damals das alte elterliche Fachwerkhaus abreißen und durch einen modernen Neubau ersetzen lassen. Zwei Millionen Mark investierte er damals in das Vorhaben für das „vorerst zweigeschossige Geschäftshaus“, wie damals berichtet wurde.

Eine Aufstockung, etwa um ein Parkdeck, gab es aber nicht. Die von der Stadt geforderten 17 Pkw-Einstellplätze wurden vom Bauherrn durch die Zahlung von jeweils 4000 Mark „abgelöst“. Das Rathaus stellte sie dafür rechnerisch in dem geplanten Parkhaus am Wilhelmsplatz zur Verfügung, das ja auch schon längst wieder abgerissen ist.

Ursprünglich stand seit 1933 an der Stelle das Textilhaus Eisenmenger

Der Name „Eisenmenger“ prägte die Ecke Hüsingstraße/Nordwall seit dem Jahre 1933, als die Familie in dem Altbau begann, ein umfangreiches Sortiment an Textilien anzubieten. Aus gesundheitlichen Gründen musste Horst-Jürgen Eisenmenger das Geschäft Ende 1995 schließen, was viele Schwerter sehr bedauerten.

Am Zweiten Weihnachtstag 2009 starb der Kaufmann, der auch lange Zeit den Vorsitz der Werbegemeinschaft Schwerte übernommen hatte. In seinen Laden zog zunächst der Askania-Fachmarkt ein, bevor er schließlich von dm übernommen wurde.

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